NOTTWIL: Paraplegiker-Zentrum braucht Millionen

Das Paraplegikerzentrum kämpft mit ausufernden Kosten. Die Klinik prüft nun, Immobilien in Millionenhöhe abzustossen.

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Blick auf den Helikopterlandeplatz des Schweizer Paraplegiker-Zentrums Nottwil. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Blick auf den Helikopterlandeplatz des Schweizer Paraplegiker-Zentrums Nottwil. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Die Pflege von Paraplegie-Patienten ist äusserst aufwendig. Von den Versicherern erhält das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) in Nottwil aber nur einen Teil der anfallenden Kosten rückvergütet. Damit der hohe Standard bei der Pflege von querschnittgelähmten Menschen aber aufrecht erhalten werden kann, wird das Defizit seit Jahren von der Paraplegiker-Stiftung ausgeglichen.

Weil aber in Nottwil das Geld nicht einfach gedruckt werden kann, muss sich die Organisation auch in Bezug auf teure anstehende Investitionen überlegen, wie diese finanziert werden können. Der «Zentralschweiz am Sonntag» liegt ein internes Dokument vor.

Es lässt folgenden Rückschluss zu: Damit in Nottwil liquide Mittel in Millionenhöhe frei werden, plant die Stiftung nicht betriebsnotwendige Immobilien zu veräussern. Das gesamte Portefeuille hat einen Verkaufswert von über 22 Millionen Franken. Bei den neun Immobilien handelt es sich um Wohn- aber auch Geschäftsliegenschaften sowie einem Bürohaus.

Thomas Heer