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NOTTWIL: Paraplegiker-Zentrum: Gönner überraschen Stiftungsrat

Für die Finanzierung des Um- und Neubaus des Paraplegiker-Zentrums wurde auch auf Spenden gesetzt. Die Aktion lief so gut, dass die Stiftung wieder Gönner für explizite Projekte suchen will.
Martina Odermatt
Wenn alle Erweiterungen und Neubauten 2020 fertiggestellt sind, stehen den Patienten 174 Betten zur Verfügung. Heute sind es 150. (Bild PD/Grafik Janina Noser)

Wenn alle Erweiterungen und Neubauten 2020 fertiggestellt sind, stehen den Patienten 174 Betten zur Verfügung. Heute sind es 150. (Bild PD/Grafik Janina Noser)

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

«Damit haben wir nicht gerechnet. Die Solidarität unserer Gönnerinnen und Gönner hat uns überwältigt», freut sich Joseph Hofstetter, Direktor der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Grund für seine Freude ist der Spendenbeitrag der Gönner für den Erweiterungs- und Umbau des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ). Bis 2019 wollte die Stiftung einen Beitrag von 15 Millionen durch Spenden decken. Das sind 10 Prozent der gesamten Baukosten.

Nun die frohe Botschaft: Die angestrebte Summe ist bereits nach eineinhalb Jahren zu Stande gekommen statt wie geplant innert vier Jahren. Die Spenden kamen ausschliesslich aus der Schweiz, wie Hofstetter auf Anfrage unserer Zeitung sagt. Insgesamt haben ungefähr 250'000 Menschen gespendet. Die grösste Spende betrug 2,5 Millionen Franken, die kleinste ein paar Franken. Wer sich hinter dem noblen Millionenbetrag verbirgt, kommuniziert das SPZ nicht. 40 Prozent des restlichen Betrags zahlt die Stiftung aus angesparten Mitteln, der Rest wird durch Baukredite finanziert.

Doch sammelt die Stiftung nun weiter, auch wenn das Ziel bereits erreicht ist? Joseph Hof­stetter erklärt: «Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung benötigt für den laufenden Betrieb, anstehende Projekte und Investitionen auch weiterhin Drittmittel. Neben den Beiträgen der Gönnermitglieder werden daher auch künftig zweckgerichtete Spenden gesucht.» Im laufenden Jahr werde dies vorwiegend für Therapiegeräte der neusten Generation der Fall sein.

SPZ wird um einen Drittel vergrössert

Seit dem 1. Oktober 2015 laufen die Arbeiten am 150-Millionen-Bauprojekt. Der Neu- und Erweiterungsbau ist das grösste Bauvorhaben des SPZ seit seinem Bestehen. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 99 Prozent stiess das SPZ in der Vergangenheit immer wieder an Kapazitätsgrenzen. Eine Erweiterung wurde nötig.

Mit dem Bau des Nordtrakts wird das Zentrum um gut einen Drittel seiner Fläche vergrössert. Er schliesst an den bestehenden Nordwesttrakt an, der sich momentan im Umbau befindet. Das Herzstück dieser beiden Bauten wird ein vergrösserter und modernisierter Bereich Akutmedizin mit Schwerpunkt in der Intensivmedizin und der operativen Medizin sein. Die Intensivpflegestation wird von 8 auf 18 Betten vergrössert und wartet auch mit einem neuen Konzept auf: Die Umgebung soll «mitheilend» sein, wie es im Magazin der Gönnervereinigung heisst. Das bedeutet, dass viel Ruhe, eine gemütliche Einrichtung und spezielles Licht für eine bessere Orientierung bei den Patienten sorgen sollen, damit unter Umständen weniger Medikamente benötigt werden.

In rund einem Jahr sollten die Arbeiten zu den Erweiterungsbauten abgeschlossen sein. Danach startet der Umbau der bestehenden Bettentrakte Süd und Ost. In welche Bereiche am meisten investiert wird, war auf Anfrage nicht zu erfahren.

Der Klinikbetrieb wird während der Bauarbeiten vollumfänglich aufrechterhalten. In Provisorien sind seit letztem Oktober unter anderem das Zentrum für Schmerzmedizin, die Rollstuhlmechanik-Werkstatt sowie die Chiropraktor-Praxis untergebracht (Ausgabe vom 27. Februar 2016).

Bauarbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein

Bereits am 28. April wird die neue Tiefgarage dem Betrieb übergeben. Diese befindet sich zwischen dem Guido-A.-Zäch-Institut und dem Seminarhotel Sempachersee. Die Tiefgarage bietet Platz für 235 Autos, 30 Parkplätze davon sind für Rollstuhlfahrer vorgesehen. «Die Rohbauphase des neuen Gebäudeteils der Klinik ist bald abgeschlossen, dann folgen die Innenausbauarbeiten. Auch die Erweiterung der Begegnungshalle des SPZ ist zeitlich auf Kurs», sagt Stiftungsdirektor Hofstetter.

Der gesamte Erweiterungs- und Umbau dürfte laut Hofstetter im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Dann sollen Patienten im SPZ 174 Betten zur Verfügung stehen. Heute sind es deren 150. Die Schweizer Paraplegiker-Gruppe zählt 1500 Mitarbeiter.

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