NOTTWIL: Parawatch fordert neuen SPS Präsidenten

Seit einiger Zeit regt sich Widerstand gegen die Paraplegiker-Stiftung. Der Stiftungsrat will nun mithilfe eines Beirats den Dialog mit den Querschnittgelähmten verbessern.

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Bruno Frick versucht, mit den Rollstuhlfahrern wieder ins Gespräch zu kommen. (Bild pd)

Bruno Frick versucht, mit den Rollstuhlfahrern wieder ins Gespräch zu kommen. (Bild pd)

Eine Gruppe von Rollstuhlfahrern wirft Bruno Frick, dem Präsidenten der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung (SPS), seit einger Zeit vor, die Stiftung in Nottwil zu zerstören. Die Gruppe befürchtet, er beeinflusse die Gönnervereinigung. Als Gegengewicht wurden am 22. Okober vier neue Mitglieder in den Vorstand der Gönnervereinigung gewählt – unter anderem auch der Luzerner CVP-Nationalrat Pius Segmüller. Der Vorstand wurde damit von fünf auf neun Personen vergrössert.

Um den Konflikt weiter zu beruhigen, hat der Stiftungsrat der SPS sich entschlossen, mit einem Beirat «die Anliegen und Befindlichkeiten der Betroffenen intensiver aufzunehmen und den Austausch weiter zu stärken», heisst es in einer Mitteilung.

Frick: «Wir haben unsere Lehren gezogen»
Im neuen Beirat werden Vertreter der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung und der Rollstuhlclubs sowie Querschnittgelähmte, die keiner Behindertenorganisation angehören, ihre Anliegen zum Ausdruck bringen können. Bruno Frick wird in der Mitteilung folgendermassen zitiert: «Wir haben in der Vergangenheit dem Austausch mit den Betroffenen und der dazu notwendigen Sensibilität möglicherweise zuwenig Beachtung geschenkt. Daraus haben wir unsere Lehren gezogen.»

Dennoch wird die Rollstuhlfahrer-Gruppe am Samstag gegen Bruno Frick demonstrieren. (Siehe Kasten unten)

ana