NOTTWIL: Stiftungsrat verspricht sich Loyalität

Der Stiftungsrat der Schweizer Paraple­giker-Stiftung (SPS) hat sich am Sonn­tag in Nottwil auf eine Loyalitätserklä­rung geeinigt.

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Der neue Präsident des Stif­tungsrates: Daniel Joggi. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Der neue Präsident des Stif­tungsrates: Daniel Joggi. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung sichern sich alle Stif­tungs­ratsmit­glieder gegenseitig loyale Mitarbeit zu.

Mitglieder, die gegen diese Regelung verstossen, treten aus dem Stiftungs­rat zurück.» Die Erklärung ist von Frick und sämtlichen Ratsmitgliedern, darunter auch Daniel Joggi und Heinz Frei, unterzeichnet.

Die Entscheidungen des Stiftungs­rates als oberstem SPS-Organ werden gemäss der im Wortlaut veröffentlichten Erklärung gemeinsam vertreten. «Alle Mitglieder garantieren die Vertraulichkeit der Sitzungen und der Unterlagen», heisst es darin, und weiter: «Sie enthalten sich nachteiliger Äusserungen über die Stiftung, den Stiftungsrat und seiner Mitglieder.

Frick bleibt Stiftungsrat
Der am kommenden 31. März zurücktretende SPS-Präsident, der Schwyzer Ständerat Bruno Frick, bleibt auf Wunsch des Stiftungsrates Mitglied des Gremiums, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Sein designierter Nachfolger Joggi gibt dagegen seine jetzige berufliche Anstellung bei der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil auf.

Noch am Vortag hatte es geheissen, nach seiner Wahl zum SPS-Präsidenten wolle er den Vorsitz der Schweizerischen Paraplegiker-Vereinigung (SPV) aufgeben und sein neues Amt sofort von Frick übernehmen. Zum Nachfolger von Joggi als SPV-Präsident wurde von den SPV-Delegierten am Samstag Christian Betl gewählt.

Frei trägt Beschluss mit
Joggi wurde in der jüngsten Mitteilung mit den Worten zitiert, Man habe sich im SPS-Stiftungsrat «in konstruktiver Atmosphäre ausgesprochen und eine gemeinsame, tragfähige und gute Lösung» getroffen. Frick begrüsste den Entscheid und sagte gemäss Mitteilung, damit sei der Stiftungsrat wieder in der Lage, sachbezogen zu handeln und und gemeinsame Entscheide mit Überzeugung zu vertreten.

Auch Stiftungsratsmitglied Frei trägt den Beschluss gemäss Mitteilung vorbehaltlos mit. Frei hatte Frick vor Kurzem zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.

Zusammenarbeitsvertrag verabschiedet
An der SPV-Delegiertenversammlung des Vortages waren Joggis Verdienste der vergangenen neun Jahre um die Vereinigung gewürdigt. Zudem wurde ihm als neuem SPS-Präsident die uneingeschränkte Unterstützung der Vereinigung zugesichert.

Die SPV-Delegierten verabschiedeten zudem den gemeinsam mit der SPS ausgearbeiteten strategischen Zusammenarbeitsvertrag. Nun werde dessen Genehmigung durch den Stiftungsrat erwartet, hiess es.

ap