NOTTWIL: Wachsende Probleme mit Asylzentrum

Die Behörden betonten bisher, das Bundes-Asylzentrum in Nottwil laufe bestens. Doch jetzt erhöht die Polizei dort die Präsenz.

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Der Zugang zur Asylunterkunft in Nottwil. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Zugang zur Asylunterkunft in Nottwil. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

In Nottwil sind letzte Woche vier Männer in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Einer der Täter stammte aus der Asylunterkunft des Bundes in Nottwil. Zwei weitere sind ehemalige Bewohner des Zentrums – sie waren seit Anfang April untergetaucht und sind auch heute noch flüchtig.

Polizei musste elf Mal ausrücken

Weil die Einbrecher vom Hausbesitzer überrascht wurden, mussten sie das Diebesgut zurücklassen. Nach dem Vorfall hat die Polizei angekündigt, vermehrt in den Aussenquartieren von Nottwil zu patrouillieren. Doch die Luzerner Polizei musste auch in der Vergangenheit immer wieder wegen Asylbewerbern in Nottwil ausrücken – insgesamt elfmal seit Eröffnung des Zentrums im Januar. Dabei ging es oft um Streitereien zwischen den Zentrumsbewohnern.

Der Nottwiler Gemeindepräsident Walter Steffen sagt, er wolle «nichts schönreden.» So etwas wie der jüngste Einbruch dürfe nicht passieren, sagt Steffen. Er wolle aber auch keine Panik schüren – «im Grossen und Ganzen ist es ruhig in Nottwil.» Zurzeit leben 130 Asylbewerber im Bundeszentrum in Nottwil. Im Juli wird die Unterkunft wieder geschlossen, dafür soll in Alpnach ein neues Bundeszentrum öffnen, das dort heftig umstritten ist.

Christian Hodel

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