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Nürnberg schaut beim KKL in Luzern ab

Der Konzertsaal in Luzern gilt als einer der weltweit besten. Andere Städte nehmen ihn sich zum Vorbild.
Hugo Bischof
Der KKL-Konzertsaal in Luzern bei einem Konzert unter anderem mit dem Händel-Chor Luzern. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 20. Januar 2019)

Der KKL-Konzertsaal in Luzern bei einem Konzert unter anderem mit dem Händel-Chor Luzern. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 20. Januar 2019)

Die bayerische Grossstadt Nürnberg plant einen neuen Konzertsaal. Als Vorbild dient dabei weder die Elbphilharmonie in Hamburg noch das Gasteig-Kulturzentrum in München, sondern das KKL in Luzern. Letztes Wochenende weilte eine Nürnberger Delegation in Luzern, um sich am Lucerne Festival ein Bild vor Ort zu machen. «Auch wir wollen einen erstklassigen Konzertsaal bauen. Und so einen Konzertsaal quasi am lebenden Objekt studieren zu können, ist mit keiner Massnahme aufzuwiegen», liess sich Robert Vogel, Projektverantwortlicher der Stadt Nürnberg, danach im Bayerischen Rundfunk zitieren.

Die Nürnberger Delegation spart nicht mit Superlativen. Chefakustiker Eckhard Kahle schwärmt:

«Der Konzertsaal in Luzern gilt als die Kathedrale der Musik, weil sich die Musik nach oben öffnen kann.»

Kahle war übrigens für die Akustik in Luzern mitverantwortlich.

Wände aus Holz anstatt aus Gips

Wie der Luzerner soll auch der Nürnberger Konzertsaal in Form einer Schuhschachtel gebaut werden – schmal, lang und hoch. Die Wände und die Unterseite der Balkone sollen aber nicht exakt gerade sein wie in Luzern, sondern um zwei bis fünf Grad geneigt, «um den Schall noch besser zu reflektieren», so Kahle. Und anstatt aus Gips sollen in Nürnberg die Wände aus Holz sein, um einen «warmen, recht hölzernen, fast schon historischen Klang zu erzielen». 2021 soll der Bau starten, 2023 soll der Saal bezugsbereit sein und Platz für 1500 Besucher bieten (in Luzern sind es rund 1800). Die Nürnberger wollen auch noch Konzertsäle in Dortmund und Stavanger besichtigen. Aber es bleibt dabei: Das KKL ist «die Kathedrale der Musik», vielleicht sogar weltweit.

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