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Nur noch ein obligatorischer Kurstag für Neulenker

Die obligatorischen Weiterbildungskurse für Neulenker (WAB) wurden 2005 als Teil der Zwei-Phasen-Ausbildung eingeführt. Der Bundesrat will dieses Modell der Fahrausbildung mit einem Massnahmenpaket aber revidieren, was für angehende Autofahrer weit reichende Folgen haben könnte. Beispielsweise soll einer der beiden Kurstage gestrichen und dessen Inhalt schon vor der Prüfung in zwei Fahrstunden abgehandelt werden. Die Kurse, so die Begründung, hätten nicht den erhofften Beitrag zur Unfallreduktion bei Neulenkern geleistet. Ein Kurs kostet die Neulenker heute bis zu 380 Franken. Starker Widerstand kommt allerdings von Branchenverbänden, die mit den Kursen gutes Geld verdienen und zuvor in Infrastrukturen investiert haben. So sind während der Vernehmlassung zur Reform, die im Oktober abgelaufen ist, laut dem Astra Rückmeldungen im dreistelligen Bereich eingegangen. Wann die Botschaft des Bundesrats vorliegen wird, ist deshalb unklar.

Eine weitere Änderung des Massnahmenpakets betrifft das Alter: In Zukunft sollen Jugendliche schon ab dem 17. Geburtstag den Lernfahrausweis anfordern dürfen. Im Gegenzug will der Bund sie zu einer einjährigen Lernfahrzeit verpflichten, bevor sie die praktische Prüfung ablegen können. Weil der Verkehr komplexer werde, sollen sie dadurch eine bessere Fahrpraxis erlangen. (gjo)

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