Nur noch vier Kurse pro Tag: SGV reduziert Fahrplan massiv und beantragt Kurzarbeit für rund 400 Personen

Vier Kurse von Montag bis Freitag, zwei Kurse am Wochenende: Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees reduziert ihr Angebot bis auf Weiteres auf ein Minimum.

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Das Dampfschiff Schiller.

Das Dampfschiff Schiller.

Bild: Pius Amrein, 2. Mai 2015

(jvf) Sie gehören zu Luzern, wie die Kapellbrücke und der Pilatus. Die Dampfschiffe der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV). Doch in diesem Frühling bleiben sie vorderhand an Land. Wegen der Corona-Krise dünnt die SGV den Fahrplan massiv aus. Ab Freitag, 20. März, beschränkt sich ihr Angebot von Montag bis Freitag auf täglich zwei Kurse von Luzern nach Weggis retour und zwei Kurse von Luzern nach Beckenried retour. Am Wochenende fahren gar nur zwei Schiffe von Luzern nach Beckenried und zurück. Man beschränke sich damit auf ein Grundangebot zwecks Erschliessung, schreibt die SGV in einer Mitteilung. Die Gastronomie wird ebenfalls eingestellt.

Die Massnahmen haben Auswirkungen auf die Angestellten. Die SGV hat Kurzarbeit beantragt und folgt damit dem Schwesterunternehmen Tavolago, das in der Gastrobranche tätig ist und bereits 100 Prozent Kurzarbeit beantragt hat. Davon betroffen sind rund 400 Personen.

Die SGV bittet Gäste nur absolut notwendige Schifffahrten anzutreten und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben. «Es muss aber niemand beweisen, dass er das Schiff für den Arbeitsweg benützt», erklärt SGV-Geschäftsführer Stefan Schulthess, «wir zählen auch auf die Selbstverantwortung der Passagiere».

SGV-Fahrplan ab 20. März 2020