Nur «Retouchen» am Luzerner «Tatort»

Die «Tatort»-Folge «Wunschdenken» muss voraussichtlich nicht nachgedreht werden. Und die als ungeeignet eingeschätzte Hauptdarstellerin Sofia Milos bleibt im Spiel.

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Sofia Milos soll im Luzerner «Tatort» auch weiterhin zu sehen sein. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Sofia Milos soll im Luzerner «Tatort» auch weiterhin zu sehen sein. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

«Die Gespräche zwischen den Verantwortlichen sind im Gang. Wir analysieren, welche Änderungen wir am Film vornehmen werden. Danach entscheiden wir das weitere Vorgehen für die Überarbeitung», teilte die SRF-Kulturchefin Nathalie Wappler am Dienstag der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage mit. Auf einen Zeitplan legte sie sich nicht fest.

Nötig seien «Retouchen», «voraussichtlich» also kein Nachdreh. Klar sei, dass die Hauptdarstellerin «nicht einfach ausgewechselt» werden könne. «Sofia Milos wird in dem Film auch weiterhin zu sehen sein», schreibt Wappler.

Imboden bleibt Regisseur

Am Sonntag hatte die Kulturchefin den Krimi in mehreren Punkten als mangelhaft kritisiert. Die Geschichte, die in Luzern spielt, sei kompliziert erzählt, enthalte Klischees und lasse lokale Atmosphäre vermissen, sagte Wappler gegenüber der SDA.

Zudem bezeichnete Wappler die Hauptdarstellerin Sofia Milos, Darstellerin in der US-Serie «CSI: Miami», als ungeeignet. Am Regisseur Markus Imboden hält die Kulturchefin fest.

Der Krimi hätte Mitte April ausgestrahlt werden sollen. Anstelle des Schweizer Beitrags wird nun eine deutsche Produktion gezeigt.

Das Schweizer Fernsehen ist nach neun Jahren Pause seit Herbst 2010 wieder an der Krimireihe «Tatort» beteiligt. Bisher wurden Folgen von ARD und ORF übernommen.

sda