OB-/NIDWALDEN: Dieser Badespass kann tödlich enden

Immer wieder missachten Leute das Badeverbot bei Schiffs­landungs­stegen – und begeben sich damit in Lebensgefahr. In Nidwalden greift die Seepolizei durch.

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Gefährlich: Schwimmer neben dem Dampfschiff «Uri» im vergan­genen Sommer. (Leserbild Rainer Schade)

Gefährlich: Schwimmer neben dem Dampfschiff «Uri» im vergan­genen Sommer. (Leserbild Rainer Schade)

Immer wieder kommt es vor, dass sich Badende über das Verbot hinwegsetzen, im Kanton Nidwalden vor allem in Beckenried und Buochs.

Leider seien sich die meisten gar nicht bewusst, dass sie sich damit in Lebensgefahr begeben, sagt Martin Wicki, der Leiter des Geschäftsbereiches Schifffahrt der SGV. «Denn die Schiffe haben einen langen Bremsweg, obwohl sie nur mit etwa 20 Kilometern in der Stunde unterwegs sind.»

Zudem gebe es noch eine Reihe weiterer Faktoren, die solche Badeaktionen so gefährlich machen: die rotierenden Schaufelräder der Dampfschiffe, die Sogwirkung der Motorschiff-Antriebsschrauben, die verdeckte Sicht der Schiffsführer auf dem Schiffsrumpf und die schlechte Erkennbarkeit der Schwimmer im Wasser allgemein.

Polizei zeigt Fehlbare an
Dabei ist die rechtliche Lage klar: Laut Binnenschifffahrtsverordnung ist Baden im Umkreis von 100 Metern um Hafeneinfahrten und Landungsstellen verboten. Genauso wie das Heranschwimmen an Schiffe in Fahrt und das Festhalten am Ruder oder an anderen Schiffsteilen.

Die Nidwaldner Kantonspolizei greift nun hart durch: «Wer sich dem Badeverbot widersetzt, den verzeigen wir. Der Fall wird dann durch das Verhöramt oder die Jugendanwaltschaft behandelt.»

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.