OB-/NIDWALDEN: Keine Notsituation am Lehrstellenmarkt

In Ob- und Nidwalden wissen 99 Prozent der Jugendlichen, welche aus der Schule gekommen sind, wie es weitergehen wird. Zwischen­lösungen werden seltener benötigt.

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Zwei Drittel aller Jugendlichen strarten ihre beruflich Zukunft mit einer Lehre. (Bild pd)

Zwei Drittel aller Jugendlichen strarten ihre beruflich Zukunft mit einer Lehre. (Bild pd)

In eine berufliche Grundbildung treten in den Kantonen Ob- und Nidwalden zwei von drei Jugendlichen ein. Im Kanton Obwalden sind es von 438 Schul­austretenden 297, im Kanton Nidwalden von 494 Schul­­austretenden 306. Das sind mehr als in den meisten früheren Jahren, wie die Staatskanzlei Nidwalden bekannt gibt.

Die Anzahl der Zwischenjahre hat im Kanton Nidwalden um einen Drittel, im Kanton Obwalden um fast die Hälfte abgenommen. Die Hälfte dieser Zwischenlösungen wird als Brückenangebot an den kantonalen Berufs- und Weiterbildungszentren absolviert. Genauso viele Nidwaldner wie letztes Jahr besuchen eine weiterführende Schule, in Obwalden sind es weniger als letztes Jahr.

«Schweizerische Rekordwerte»
Zum Zeitpunkt der Umfrage im Juni 2009 hatten in Nidwalden fünf junge Leute keine Anschlusslösung gefunden, in Obwalden vier. Somit hatten Ende Juni weniger als ein Prozent aller Schulaustretenden noch keine konkrete Lösung. Das sind schweizerische Rekordwerte, so die Staatskanzlei weiter.

Die drei meistgewählten Berufe der Frauen in beiden Kantonen sind Kauffrau, Detailhandels-Fachfrau und Fachfrau Gesundheit. Polymechaniker und Elektroinstallateur sind die häufigsten Lehren bei den jungen Männern in beiden Kantonen. Die Nidwaldner Männer wählen allerdings Kaufmann an erster Stelle, bei den Obwaldnern ist dieser Beruf weit weniger begehrt, sie wählen Automobil-Fachmann am dritthäufigsten.

ost