OBERDORF: Waffenklau: Polizei meldet Fahndungserfolg

Eine unbekannte Täterschaft hat vor vier Jahren auf dem Waffenplatz Wil bei Oberdorf zwei Radschützenpanzer aufgebrochen und daraus zwei Maschinengewehre gestohlen. Nun konnte die Polizei Licht ins Dunkel bringen.

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Soldaten beim Waffenplatz Wil. (Archivbild Patrik Pauli/Neue LZ)

Soldaten beim Waffenplatz Wil. (Archivbild Patrik Pauli/Neue LZ)

Am (morgigen) Dienstag um 10 Uhr wird es in Stans eine Pressekonferenz zum Thema geben. Weitere Informationen werden von der Polizei zurzeit nicht bekannt gegeben. Bis auf wenige kleinere Gegenstände sei die ganze Beute in der Hand der Behörden, sagte Jürg Wobmann von der Kantonspolizei Nidwalden am Montag auf Anfrage. Auch der mutmassliche Täter sei bekannt. Bei der mutmasslichen Täterschaft handle es sich gemäss neusten Erkenntnissen um eine Einzelperson, sagte Wobmann. Der mutmassliche Täter habe mit dem Betrieb auf dem Waffenplatz nichts zu tun gehabt.

Der Diebstahl von zwei schweren Maschinengewehren, die je 38 Kilogramm auf die Waage brachten, hatte sich am Wochenende des 9. und 10. Oktober gewaltsam von zwei abgestellten Radschützenpanzern des Typs Piranha ereignet. Laut einem Communiqué waren die betroffenen Panzer ordnungsgemäss abgeschlossen und gesichert gewesen. Es waren auch Nachtsichtgeräte gestohlen worden. Der Fall hatte zu Kritik geführt, weil das Areal zur Zeit des Diebstahls nicht dauerhaft überwacht war. Der Gesamtwert der entwendeten Gegenstände liegt im Bereich einer hohen, fünfstelligen Summe.

Nach dem Diebstahl auf dem Waffenplatz Wil war unter anderem spekuliert worden, dass die Maschinengewehre allenfalls im illegalen Waffenhandel weiterverkauft worden sind. Klar schien jedenfalls, dass es sich dabei um das Werk von Experten gehandelt haben muss. Im Januar 2006 war das Verfahren aufgrund mangelnder Hinweise eingestellt worden.

red/scd