OBERGERICHT: Die Beweise unter den Fingernägeln

Der Bankräuber von Nottwil sitzt seit vier Jahren im Gefängnis. Er beteuert nach wie vor seine Unschuld.

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Der Tatort Raiffeisenbank Nott­wil nach dem Überfall im April 2005. (Archivbild Michael Buholzer/ Neue LZ)

Der Tatort Raiffeisenbank Nott­wil nach dem Überfall im April 2005. (Archivbild Michael Buholzer/ Neue LZ)

Der Fall liegt über vier Jahre zurück: Am 6. Juli 2005 betritt ein Mann mit gezogener Pistole die Raiffeisenbank in Nottwil. Der alleine im Schalterraum anwesende Lehrling verwickelt den Bankräuber in ein Handgemenge. Es fallen drei Schüsse. Der Lehrling bleibt lebensgefährlich verletzt liegen, der Täter entkommt mit 50'000 Franken Beute. Der Überfall dauert nur eine gute Minute.

DNA-Spuren des Täters unter den Fingernägeln des Banklehrlings und auf dem Plastiksackgriff können einem heute 52-jährigen Belgier zugeordnet werden, gegen den bereits in Deutschland wegen Banküberfällen ermittelt wurde. Obwohl er immer seine Unschuld beteuerte, wurde der Mann Anfang Jahr vom Luzerner Kriminalgericht zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte akzeptierte dieses Urteil nicht, sodass der Fall am Dienstag vor dem Obergericht erneut aufgerollt wurde. Das Urteil wird innerhalb der nächsten zwei Wochen gefällt.

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.