Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBERKIRCH: Flanieren an der Sure soll attraktiver werden

Für 2,6 Millionen Franken soll die Sure revitalisiert werden. Eigentlich kann der Kanton über das Vorgehen entscheiden – die Oberkircher sollen aber über das Projekt abstimmen.
Die Sure soll revitalisiert werden. (Bild: Boris Bürgisser (Oberkirch, 28. November 2017))

Die Sure soll revitalisiert werden. (Bild: Boris Bürgisser (Oberkirch, 28. November 2017))

Als eines der wenigen Gewässer bietet der Oberlauf der Sure der selten gewordenen Bachmuschel Lebensraum. Doch diese biologische Rarität ist nur ein Grund, weshalb entlang der Sure und für 2,6 Millionen Franken Massnahmen ergriffen werden sollen, um das Gewässer umzugestalten. Die Sure sei schon heute ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und biete der Natur Raum, sagte Gemeindepräsident Ernst Roth (CVP) gestern an einer Pressekonferenz. «Diese Qualität wollen wir schützen.» Gleichzeitig betonte er, auch wenn vieles heute auf den ersten Blick gut aussehe, gebe es Gefahren: Kranke Eschen oder unterspülte Bäume könnten umstürzen. Auch für Fische und Enten könne man mehr tun. Nicht zuletzt sind es die Anforderungen des Bundes (siehe Kasten), die ins Feld geführt werden, wieso das Projekt notwendig ist.

In den kommenden Monaten will der Gemeinderat unter dem Titel «Üsi Soore» der Bevölkerung Bedarf und Nutzen des Konzepts näherbringen. Mit Informationsveranstaltungen vor Ort – «im Grünen, vielleicht auch im Weissen», wie Roth anmerkte – am 16. Dezember und am 13. Januar soll dies gelingen.

«Ein ‹Disneyland› ist nicht geplant»

Dabei geht es bei dieser Revitalisierung aber nicht nur um die Natur: Kiesbänke beim Seeabfluss und ein stellenweise abgeflachtes Flussufer sollen die Sure auch besser zugänglich machen und neue Plätze schaffen, die zum Verweilen einladen. Auch neue Velowege sollen entstehen. Dabei sei kein «Disneyland» geplant, wie Bauvorsteher Sacha Heller (FDP) betonte, sondern es soll den Bedürfnissen der gewachsenen Bevölkerung entsprochen werden.

Heller erklärte, das Revitalisierungsprojekt sei «koordiniert, aber unabhängig» vom Hochwasserschutz. Bekanntlich plant der Kanton für rund 6,5 Millionen Franken verschiedene Massnahmen, darunter ein Wasserrückhaltebecken im Gebiet Münigen sowie die Modernisierung des bestehenden Wehrs im Hofbach. Aber auch das Revitalisierungsprojekt untersteht der Hoheit des Kantons. «Dass die Oberkircher dar­über abstimmen können, ist sicher etwas Aussergewöhnliches.» Grund: Die Gemeinde behielt beim Projekt die Federführung, weil man schon lange mit der Planung beschäftigt war, etwa die Verhandlungen mit Landbesitzern schon geführt hatte. Mit der Abstimmung am 4. März 2018 will sich der Gemeinderat die Rücken­deckung bei der Bevölkerung abholen. Er verspricht sich eine breite Verankerung und Legitimation. Aber: Am Kostenteiler – die Gemeinde soll etwa 300 000 Franken beisteuern, der Kanton rund 200 000 Franken, 80 Prozent übernähme der Bund – kann nicht gerüttelt werden. Das Projekt könnte auch ohne Zustimmung aus Oberkirch durchgeführt werden.

Gemeindepräsident Roth spricht auch an, das «Details» im Projekt bemängelt wurden. Sieben Einsprachen seien eingegangen. Es geht unter anderem darum, wie Velo- und Fussgängerwege geführt werden sollen. Auch geht es um eine Brücke, die nach Meinung einiger Bewohner mit dem Projekt nachträglich legalisiert werden soll.

Die Gemeinderäte gaben sich optimistisch, dass «eine grosse Mehrheit der Bevölkerung» hinter dem Projekt stehe.

Urs-Ueli Schorno

ursueli.schorno@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.