Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBERKIRCH: Hier werden künftige Golfprofis ausgebildet

Die erste Golfschule der Schweiz öffnet im August ihre Pforten. Die Leiterin hat mit ihren Schülern Grosses vor.
Hier im Golfpark Oberkirch werden die Schüler der Golfschule ihr Handwerk lernen. Der 12-jährige Christian versucht sich schon mal daran. (Bild: PD)

Hier im Golfpark Oberkirch werden die Schüler der Golfschule ihr Handwerk lernen. Der 12-jährige Christian versucht sich schon mal daran. (Bild: PD)

Eine grosse Golfnation ist die Schweiz bekanntlich nicht. Elvira Weber will das ändern. Sie hat innerhalb dreier Jahre die erste private Golfsportschule der Schweiz aus dem Boden gestampft. Das «Golf Sport College» will Golftalenten eine Möglichkeit bieten, sich in einem professionellen Umfeld zu entwickeln. Trainiert wird auf dem Golfplatz Oberkirch. Auch für den herkömmlichen Unterricht ist gesorgt. Die Schule selber hat Platz gefunden am Campus Sursee in Oberkirch. Es wird eine Primarschule geben, eine Sekundarschule sowie ein Gymnasium.

Der Unterricht ist vorwiegend auf Deutsch und hält sich an den Luzerner Lehrplan. Daneben sollen die Schüler gemäss Schulleiterin Elvira Weber pro Woche rund 20 Stunden auf dem Golfplatz verbringen. Dazu steht den Kindern mit Sven Puckelwaldt vom Golfpark Oberkirch ein erfahrener Golftrainer zur Seite. «Wir wollen mit Profis arbeiten, denn wir wollen unsere Kinder zum Erfolg bringen», sagt Weber.

So soll auch Guy Wilson, der ehemalige Trainer der jüngsten Nummer 1 im Frauen-Golfsport Lydia Ko, den Schülern Tipps und Tricks mit auf den Weg geben. Die Verhandlungen für eine Zusammenarbeit mit ihm laufen. Zudem sollen die Schüler regelmässig an Turniere reisen. Auch Auslandaufenthalte sind möglich: So können die Schüler im Winter nach Dubai oder Australien reisen, um während des europäischen Winters in wärmeren Gefilden an ihrer Technik feilen zu können. Zusätzlich ist ein Sommercamp in Russland im Angebot.

Russischer Lehrplan

Zufällig ist das Sommercamp in Russland nicht. Die Schule bietet neben dem Schweizer Lehrplan und einer internationalen Matura auch den russischen Lehrplan an. Damit wird den Schulabgängern der Zugang zu allen russischen Hochschulen ermöglicht. Elvira Weber, welche in Russland studierte, begründet den Entscheid mit dem Verhältnis zur Schweiz: «Russland hat eine spezielle Beziehung zur Schweiz. Hier im Westen weiss man wenig über Russland.» In erster Linie wolle sie aber Schweizer Kinder und Jugendliche ansprechen.

36'000 Franken pro Jahr

Ein Problem für viele interessierte Schüler sowie Eltern ist die Finanzierung. Denn ein Jahr an der Golfsportschule kostet für einen Schüler 36 000 Franken. Im Internat sogar noch mehr. Kein Zuckerschlecken also. Dessen ist sich auch Elvira Weber bewusst: «Da die Schule privat ist und deswegen nicht vom Bund unterstützt wird, erhalten die Eltern keine Unterstützung von der öffentlichen Hand. Deshalb müssen sie den vollen Betrag bezahlen, was für viele nicht einfach ist.»

Sie sieht aber einen Ausweg: «Wenn wir das Swiss Olympic Label erhalten, bezahlen die Kantone auch an die Ausbildung», sagt sie. Somit würden die Kosten für die Eltern massiv reduziert. Ob und wann die Schule dieses Label erhält, ist zurzeit noch offen. Vorfinanziert wird die Schule privat, wie Weber erklärt. Einen Betrag nennen will sie nicht, aber sie habe viel unbezahlte Arbeit investiert. Sponsoren seien keine vorhanden.

Zuerst nach Crans-Montana

Die Schule nimmt den Betrieb am 17. August auf. Schulleiterin Elvira Weber hat sich zum Ziel gesetzt, 40 bis 80 Schüler zu unterrichten. Momentan seien 10 Kinder eingeschrieben. Neun davon aus der Schweiz, eines aus den USA. Sie ist zuversichtlich, dass in diesem Jahr noch weitere Schüler hinzustossen. «Wir haben viele Anfragen», sagt sie. Das Ziel von 40 bis 80 Schülern könnte die Schule gemäss Weber noch dieses Jahr erreichen. Dazu braucht es aber Zeit. «Der Start einer neuen Schule ist schwierig. Wir müssen uns zuerst etablieren und uns einen Namen machen», sagt Elvira Weber.

Ab Mitte August seien zwei Lehrpersonen von morgens bis abends für die 10 Kinder da. Auch eine Fitnesstrainerin sowie der Golftrainer vom Golfpark Oberkirch werden die Kinder unterrichten. Zudem kommen verschiedene Fachlehrkräfte hinzu. Die Konzentration gilt jetzt dem Schulstart. Dieser beginnt für die Schüler viel versprechend: Sie werden als erstes nach Crans-Montana in ein Trainingslager fahren.

Matthias Stadler

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.