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OBERKIRCH: Jetzt nimmt das Projekt Ypsilon Fahrt auf

Das Gelände der ehemaligen Autotreff-Garage soll für 30 Millionen überbaut werden. Auch für den Golfplatz gibt es neue Pläne.
Ernesto Piazza
So soll die geplante Überbauung auf dem ehemaligen Autotreff-Areal dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die geplante Überbauung auf dem ehemaligen Autotreff-Areal dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Oberkirch mit seinen rund 4400 Einwohnern ist in der Region Sursee die Gemeinde mit dem prozentual grössten Wachstum. Dazu trug in den vergangenen Jahren vor allem die Überbauung Haselmatt beim Bahnhof Sursee bei. Für die Zukunft erwartet Gemeindepräsident Ernst Roth «eine Abflachung des Bevölkerungswachstums».

Momentan ist aber beim ehemaligen Autotreff-Areal an der Luzernstrasse für 30 Millionen Franken ein weiteres Projekt geplant. Es sollen insgesamt 46 Wohnungen entstehen. «Altersgerecht und mit moderaten Mietpreisen», sind für Roth zwei wichtige Aspekte beim Projekt Ypsilon (ehemals «Centro»). Weiter sind im Erdgeschoss ein VOI-Lebensmittel-Laden (Migros-Partner) und ein Café als Quartiertreff vorgesehen. Büro- und Dienstleistungsräume runden das Projekt ab. Bauherrin ist die Careal Immobilien AG. Bevor sie vor rund sechs Jahren in einen Neubau – auch in Oberkirch – umzog, nutzte die Amag AG das Areal als Werkstatt und Ausstellungsraum.

Projekt verzögerte sich

Für die Umsetzung des Projekts braucht es jedoch eine Teilrevision der Ortsplanung. Konkret: Die jetzige Gewerbezone – Wohneinheiten sind in einer tieferen Ausnützung zwar ebenfalls möglich – soll in eine Sonderbauzone überführt werden. «Damit können wir in Oberkirch die Verdichtung nach innen fördern», sagt Roth. Dies entspreche dem Volkswillen. Anlässlich der eidgenössischen Abstimmung vom 3. März 2013 stimmte der Souverän bekanntlich dem revidierten Raumplanungsgesetz klar zu.

Bereits vor rund zwei Jahren stand das Projekt in den Startlöchern (wir berichteten). Roth sieht verschiedene Gründe, weshalb das Projekt sich verzögerte. Einerseits habe man die Gemeindeordnung geändert. Solche Zonenplanänderungen müssen in Oberkirch zwingend an die Urne. Andererseits hätten beim Investor Careal Immobilien AG Planungsabläufe mehr Zeit benötigt, als ursprünglich angenommen. Dazu kamen diverse Einsprachen sowie Anpassungen bei der Erschliessung der Überbauung.

Verkehrslösungen in Sicht?

An der Orientierungsversammlung vom Montagabend über die geplante Teilrevision der Ortsplanung wollten die Verantwortlichen mitunter den Puls fühlen. Ernst Roth spricht im Nachgang von «gut und umfangreich vermittelten Informationen». Lediglich der Verkehr wäre kurz zur Diskussion gestanden. «Das ist allerdings in der gesamten Region Sursee ein grosses Thema», weiss der Gemeindepräsident. Hier befinde man sich aber auf einem guten Weg. Roth weist in diesem Zusammenhang auf die sechs Sursee-Plus-Gemeinden Geuensee, Oberkirch, Mauensee, Schenkon, Sursee und Knutwil hin. Er sagt: Man werde – zusammen mit dem Regionalen Entwicklungsträger der Region Sursee-Mittelland (RET) – im September Lösungsvorschläge bezüglich motorisiertem Individualverkehr, ÖV und Velonetz öffentlich präsentieren.

Golf: Neue Möglichkeiten eröffnen

Seit Montag und bis 12. Juli läuft beim Projekt Ypsilon das Mitwirkungsverfahren, und es geht an den Kanton zur Vorprüfung. Diese Ergebnisse werden dann im Projekt berücksichtigt. Anschliessend wird es öffentlich aufgelegt, mit der Möglichkeit für Einsprachen. An der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember will Roth die Bevölkerung über die Botschaft der Teilrevision der Ortsplanung informieren. Am 12. Februar kommt das Geschäft an die Urne. Der Baustart würde gegen Ende 2017 erfolgen.

Zudem soll die bestehende Sechslochanlage des Golfplatzes auf neun Löcher erweitert werden. Das Projekt ist ebenfalls Bestandteil der Teilrevision der Ortsplanung. Diese Strategie beinhalte praktische Gründe, betont Roth: «Wenn man das Handicap verbessern will, sind die jetzigen Dimensionen zu klein.» Zudem genügten zwei Stunden für eine Neunlochanlage. Dies wiederum sei für Berufsleute und für die ältere Generation interessant. Dazu seien an der Orientierung keine Fragen gestellt worden, so Roth. Entsprechend positiv sieht er der «Nagelprobe» entgegen. Er weiss aber: «Sie gehört zum politischen Prozess.»

Ernesto Piazza

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