Oberkirch
Nach dem Ja an der Urne: So geht es mit den Projekten beim Campus und beim Pflegezentrum weiter

Die Stimmbevölkerung gibt bei zwei Projekten grünes Licht. Die Pläne sind jedoch noch kaum fortgeschritten.

Fabienne Mühlemann
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Am 7. März haben die Oberkircherinnen und Oberkircher der Teiländerungen der Ortsplanung auf den Arealen «Feld» und «Campus West» klar zugestimmt. Damit können der Campus Sursee erweitert und eine Überbauung mit Alterswohnungen realisiert werden. Doch wie sehen die Pläne bei den Projekten konkret aus?

Mit der Teilrevision Campus West erfolgte eine beschränkte Einzonung eines Teilareals, welche die Erweiterung des Seminar- und Bildungszentrums Campus Sursee ermöglicht. Beim Campus heisst es auf Anfrage, dass derzeit noch keine konkreten Pläne existieren. In der Abstimmungsbotschaft ist zwar von Multifunktionshallen in Kombination mit Schulräumen im Gebiet «Chäsweid» die Rede. Die Multifunktionshallen sollen für Ausbildungszwecke, temporäre Ausstellungen, und Sportveranstaltungen genutzt werden. Doch Fabio Colle, Leiter Unternehmenskommunikation, sagt: «Der Campus hat sich noch für kein konkretes Bauvorhaben entschieden. Als nächster Schritt wird die Campus-Leitung zusammen mit dem Stiftungsrat die bestehende Strategie erneuern. Das Ergebnis daraus werden auch künftige Bedürfnisse an die Infrastruktur sein.»

Übersichtsbild des Campus Sursee.

Übersichtsbild des Campus Sursee.

Bild: Pius Amrein (3. Dezember 2019)

Der Campus habe mit der Einzonung eine Grundlage geschaffen, um allfällige Projekte bei Bedarf zeitnah realisieren zu können. «Wir werden aber ganz sicher nichts auf Vorrat bauen. Abgesehen davon, eröffnen wir im Frühling 2022 ja auch noch unsere neue Eventhalle.» Das Ja an der Urne habe man mit Genugtuung und als Vertrauensbeweis entgegengenommen. «Das deutliche Resultat haben wir ungefähr so erwartet. Die Vorlage war durch die Gemeinde Oberkirch perfekt vorbereitet und bestens kommuniziert worden», so Colle.

Rund 44 neue Alterswohnungen

Auch beim zweiten Projekt, den Alterswohnungen auf dem Areal Feld, gibt es noch keine detaillierten Pläne. Dank dem Ja an der Urne sind einzelne Parzellen von einer Geschäfts- und Wohnzone in eine spezielle Mischzone umgezont worden. Daher kann nun auf dem Areal gleich neben dem Pflegezentrum Feld die von der Gemeinde Oberkirch angestrebte Bebauung mit vorwiegend Alterswohnungen realisiert werden. Der Neubau wird von Privaten umgesetzt: Geplant sind zwei Baukörper, rund 44 neue Wohnungen sollen entstehen, mehrheitlich mit 3,5 Zimmern. Weiter ist ein Anteil an Geschäfts- und Gewerbebetrieben vorgesehen.

Die Alterswohnungen können dann von den Dienstleistungen, wie zum Beispiel dem Wäscheservice, Reinigungsangeboten und Mittagessen im Restaurant profitieren. Zudem möchte das Pflegezentrum Spitex- Leistungen anbieten. Dass die Überbauung nun realisiert werden kann, freut daher die Verwaltungsratspräsidentin der Leben im Alter Oberkirch AG, Luitgardis Sonderegger. «Wir werden mittelfristig mit der Grundeigentümerin, der Feld Oberkirch AG, zusammensitzen und die nächsten Schritte besprechen.» Das Projekt brauche viel Koordination, denn das Pflegezentrum Feld befindet sich derzeit im Umbau. Ein Anbau mit 27 Zimmern für Bewohnende wird realisiert.

So soll der geplante Anbau dereinst aussehen.

So soll der geplante Anbau dereinst aussehen.

Visualisierung: PD

Der Umbau bei laufendem Betrieb sei sehr anspruchsvoll, so Sonderegger. «Es braucht eine gute Organisation, man muss an sehr viel denken. Während der Bauarbeiten werden einige Zimmer nicht mehr benutzbar sein. Daher werden zusätzlich Provisorien aufgestellt. Natürlich ist auch Baulärm nicht zu verhindern.» Das Hotel-Restaurant Feld, welches für die Alterswohnungen abgerissen wird, werde vorübergehend noch zum Kochen benötigt. Daher müsse mit den Alterswohnungen noch zugewartet werden. Der Spatenstich für den Anbau beim Pflegezentrum soll im Mai stattfinden, bezugsbereit sollte der Anbau Ende Juni 2023 sein. Kostenpunkt: rund 18 Millionen Franken.