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OBERKIRCH: «Weisch no?» – Saurer sorgt für Nostalgie

Der Campus Sursee ist am Samstag wieder Zentrum für die Liebhaber historischer Nutzfahrzeuge. Mit dem Saurer-Treffen möchten die Organisatoren auch dem schlechten Image des Schwerverkehrs entgegenwirken.
Das erwartet Nostalgiker heute: Saurer-Oldtimer wie hier beim letztjährigen Treffen. (Bild: Nadia Schärli (Sursee, 27. August 2016))

Das erwartet Nostalgiker heute: Saurer-Oldtimer wie hier beim letztjährigen Treffen. (Bild: Nadia Schärli (Sursee, 27. August 2016))

Sie kommen wieder mit ihren kräftigen Dieselmotoren, die Oldtimer des Schwerverkehrs. Am Samstag findet im Campus Sursee in Oberkirch das 31. Saurer-Treffen statt. Rund 300 Lastwagen, Busse, Feuerwehr- und Militärfahrzeuge aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland werden zwischen 9 und 17 Uhr zu bestaunen sein. Das älteste Gefährt ist fast 100 Jahre alt, der Jüngling ist der letzte gebaute Saurer im Jahr 1983. «Für viele Besitzer ist es eine Motivation, ihr Liebhaberstück auf diesen Tag hin fit zu machen. Sie können sich mit Gleichgesinnten austauschen und sich auch darüber informieren, wie sie an die immer seltener werdenden Ersatzteile herankommen», sagt Markus Brunner, der Medienverantwortliche des organisierenden Saurer-Clubs.

Seit 1987 werden diese Saurer-Treffen durchgeführt, zunächst in Klus (Solothurn), dann in Niederbipp (Bern) und seit vier Jahren im luzernischen Oberkirch. Brunner lobt den Gastgeber mit Direktor Daniel Suter in den höchsten Tönen: «Im Campus Sursee werden wir grosszügig empfangen, sogar das Parkhaus können wir gratis nutzen. Deshalb ist die Teilnahme sowohl für die Aussteller als auch für die Zuschauer kostenlos.»

Nicht alle Saurer stehen im Museum

Erwartet werden heute Samstag 2000 bis 3000 Besucher. Aus der Vergangenheit weiss Brunner, was den Interessierten Eindruck macht: «Die Technik, weil man noch sieht, wie etwas funktioniert. Und die ästhetische Schönheit, viele bewundern den verchromten Kühlergrill, der wie eine Schnauze aussieht.» Generell ist dem Saurer-Club daran gelegen, Erinnerungen zu wecken. «Viele der Saurer- und Berna-Fahrzeuge sind so restauriert, wie sie früher wirklich ausgesehen haben.» Das führe zu Reaktionen wie: «Weisch no?» Oder: «So einen Lastwagen habe ich in meiner Kindheit auch noch gesehen!» Es gehe auch darum, den Sympathiebonus von Oldtimern in der Bevölkerung zu nutzen. «Der Schwerverkehr hat heute ja ein schlechtes Image, obwohl ihn alle brauchen», stellt Brunner fest.

Wer sich Saurer-Lastwagen und auch die noch älteren Stick- und Webmaschinen bei anderer Gelegenheit anschauen möchte, kann dies im Saurer-Museum in Arbon TG tun – dort also, wo sich einst die Werke dieser Transportlegenden befanden.

Ganz auf das Abstellgleis geraten sind die motorisierten Zeitzeugen allerdings nicht. Noch heute werden sie vereinzelt eingesetzt, zur Schneeräumung oder für Kurztransporte etwa. «Weite Distanzen werden mit ihnen aber nicht mehr zurückgelegt, das würde sich nicht rentieren. Bei der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe befinden sie sich in der teuersten Kategorie», erklärt Brunner.

Kostspielig ist zweifellos auch der Unterhalt dieser historischen Nutzfahrzeuge. Wem das Kleingeld für ein Original fehlt, kann sich heute ein Modell aneignen.

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

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