OBERNAU: Grende stehen bei Primarschülern hoch im Kurs

Bei den «Vereinigten» weiss man, wie man einen richtigen Grend bastelt. Ihr Know-how geben sie dieses Jahr an Obernauer Kinder weiter. Diese sind mit viel Elan am Werk.

Astrid Longariello
Drucken
Teilen
Drittklässler Janis Kuster ist konzentriert bei der Arbeit. (Bild: Roger Grütter (Obernau, 25. Januar 2017))

Drittklässler Janis Kuster ist konzentriert bei der Arbeit. (Bild: Roger Grütter (Obernau, 25. Januar 2017))

«Schau mal meine schöne Katze», «ich habe einen gefährlichen Löwen gebastelt», «und ich bin ein ganz lieber Hund». So tönte es gestern fröhlich aus den Kindermündern beim 20. Chender-Grende-Baschtle der «Vereinigten» im Schulhaus Obernau. Stolz präsentierten die Drittklässler ihre bunten, knalligen, drachenhaften, ausserirdischen und kreativen Werke. So auch der neunjährige Luca Fedier. «Ich habe eine Regenbogenkatze angefertigt», erklärt er stolz. Natürlich werde er die Maske auch tragen, denn er freue sich jetzt schon sehr auf die Fasnacht.

Robin Gombaski hat eine Fantasiemaske mit grünen Augen kreiert. Das Malen gefalle ihr am besten. «Am liebsten möchte ich, dass schon Fasnacht wäre und ich meine selbst gebastelte Maske anziehen dürfte», wünscht sich die kleine Fasnächtlerin. Josué Zambrano wiederum findet das Basteln einfach «cool». Und dass die Kinder die Masken erst noch nach Hause nehmen dürften, freue ihn dabei ganz besonders, sagt Josué.

Die Maske wird aus einem Tonblock modelliert

Die Idee des Chender-Grende-Baschtle entstand vor 19 Jahren an einer Vorstandssitzung der «Vereinigten». Es gehe vor allem darum, die Tradition des Grende-Tragens an der Luzerner Fasnacht weiterzugeben, begründen die «Vereinigten» ihre Initiative. So wird seit 1998 jedes Jahr in einer anderen Gemeinde mit jeweils einer Primarklasse gebastelt. Die Kinder dürfen an zwei Vormittagen eine Halbmaske aus Pappmaché herstellen. Zuerst wird dafür aus einem Tonblock die Maske modelliert, anschliessend wird dieser mit Halbkarton ausgelegt. Am zweiten Vormittag werden die Masken mit Malen, Verzieren, Löcher-Ausschneiden und Anpassen fertiggestellt. Die «Vereinigten» stellen das Material jeweils zur Verfügung.

Fachlehrerin Sonja Arnold ist rundum begeistert von dem Angebot. «Ich konnte noch nie Werken unterrichten mit so vielen Helfern. Ausserdem kannte ich diese Art des Maskenbastelns mit einem Tonmodell noch nicht. Die Kinder sind mit grossem Eifer und viel Freude bei der Sache.»

Astrid Longariello

region@luzernerzeitung.ch