Oberseetaler Abwasser soll neu in Emmen gereinigt werden

Die Oberseetaler Gemeinden Inwil, Eschenbach, Rain und Ballwil wollen ihr Abwasser künftig vom Luzerner Gemeindeverband Real reinigen lassen. Ihre eigene Abwasserreinigungsanlage, die ARA Oberseetal, ist zu klein geworden und soll nicht weiterbetrieben werden.

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(sda) Die Gemeinden streben eine Fusion mit dem Gemeindeverband Real (Recycling, Entsorgung, Abwasser Luzern) an, wie sie am Dienstag mitteilten. Der Anschluss bringe wirtschaftliche und ökologische Vorteile, wie eine Variantenstudie gezeigt habe.

So dürften die vier Gemeinden im Vergleich zum eigenen Weiterbetrieb zusammen jedes Jahr Betriebskosten von insgesamt über 200'000 Franken einsparen. Zudem könne das Abwasser bei Real, der eine grosse Abwasserreinigungsanlage in Emmen betreibt, qualitativ besser gereinigt werden. Der Verband wird bis 2025 eine vierte Reinigungsstufe realisieren, womit auch Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser eliminiert werden.

Die Fusion ist per 2023 angestrebt, die Delegierten der ARA Oberseetal und der Real-Vorstand gaben grünes Licht, die Fusion voranzutreiben. Nun wird ein Vorprojekt für die Anschlussleitung zwischen der Anlage in Inwil und der ARA Buholz in Emmen erarbeitet. Das Verbandskanalnetz der ARA Oberseetal wird auch künftig weiterbetrieben.

Voraussichtlich Ende 2020 wird die Bevölkerung der vier Gemeinden über einen Beitritt zu Real im Bereich Abwasser sowie über einen Sonderkredit für die Anschlussinvestitionen abstimmen können.