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OBFILDERN: Ebikon soll um 220 Wohnungen wachsen

Nach jahre­langer Planung liegt jetzt ein Bebauungsplan für das Areal Obfildern in Ebikon vor. Nun werden Investoren gesucht – willkommen sind auch Wohnbaugenossenschaften.
Beatrice Vogel
Auf dem Areal Obfildern in Ebikon sind 220 Wohnungen geplant. (Bild: Grafik Oliver Marx)

Auf dem Areal Obfildern in Ebikon sind 220 Wohnungen geplant. (Bild: Grafik Oliver Marx)

Beatrice Vogel

35 000 Quadratmeter umfasst das Gebiet Obfildern in Ebikon (siehe Grafik). Das entspricht der Fläche von fünf Fussballfeldern. Der grösste Teil davon gehört dem Kanton Luzern, 1000 Quadratmeter sind in Besitz der Gemeinde Ebikon. Schon 2008 gab es Pläne für eine Wohnüberbauung auf dem Areal, doch der Gestaltungsplan wurde aufgrund von Einsprachen aus der Nachbarschaft verworfen. Der Grund: Der sehr offen formulierte Gestaltungsplan liess zu viel Spielraum, sodass keine Qualitätssicherheit gewährleistet war. Der Einsprecher erhielt vor dem Verwaltungsgericht Recht.

Nun liegt ein neuer, detaillierterer Bebauungsplan vor, der abgestimmt ist auf die Planung von Kanton, Region und Gemeinde. Auch dieser ist bereits seit 2013 in Arbeit. Als Grundlage für den Bebauungsplan diente das aus drei Teams hervorgegangene Bestkonzept des Luzerner Büros Cometti Truffer Architekten.

130 gemeinnützige Wohnungen

Vorgesehen sind in Obfildern 220 Wohnungen; davon entlang der Hartenfelsstrasse in viergeschossigen Mehr­familienhäusern 130 gemeinnützige Wohnungen und an der Oberdierikoner­strasse Maisonettewohnungen und Reihenhäuser mit sogenannten Carports (offene Autounterstände). In der Mitte des Areals sind dreigeschossige Mehrfamilienhäuser für Mietwohnungen geplant. Die ganze Siedlung soll verkehrsfrei sein. Autoabstellplätze für die Mehrfamilienhäuser gibt es in unterirdischen Einstellhallen, die über die Hartenfelsstrasse zugänglich sind. «Zwar ist die Siedlung in verdichteter Bauweise geplant, aber es gibt auch viel Frei- und Grünflächen. An die Gestaltung der Aussenräume wurden hohe Ansprüche gestellt», sagt der Ebikoner Bauvorsteher Peter Schärli (SP). So soll auch der bisher unterirdische Äbrütibach wieder an die Oberfläche geholt werden. «Entlang des Bachs wird es einen öffentlichen Weg geben, der die Hartenfels- und Oberdierikonerstrasse verbindet», so Schärli. Wie das Modell des Bebauungsplans zeigt, soll das ganze Quartier auf fünf Baufeldern etwa zehn Gebäude umfassen.

Kanton will gute Durchmischung

Beim Bebauungsplan war es Gemeinde und Kanton ausserdem wichtig, verschiedene Zielgruppen anzusprechen, damit es eine Bevölkerungsdurchmischung gibt. So gibt es günstige, grössere und kleinere Wohnungen wie auch Häuser mit gehobenerem Wohnstandard. «Es ist vorgesehen, dass die Wohnungen durch eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft gebaut werden», erklärt Schärli.

Einheimische sollen bauen

Bis Ende letzten Jahres hatte der Kanton noch geplant, eine Anstalt für gemeinnützigen Wohnbau zu gründen. Diese hätte auch die Bauten in Obfildern erstellen und bewirtschaften sollen. Doch der Kantonsrat lehnte die Gründung dieser öffentlich-rechtlichen Anstalt im Dezember 2014 ab. Deshalb sollen nun die gemeinnützigen Wohnungen in Obfildern durch Wohnbaugenossenschaften realisiert werden. Schärli: «Wir haben auch in Ebikon einige Baugenossenschaften. Eine Zusammenarbeit mit diesen wäre wünschenswert.» Die Ausschreibung für Investoren werde aber durch den Kanton vorgenommen.

Daneben ist geplant, das Gebiet in Etappen zu überbauen. «Die Gebäude auf den einzelnen Baufeldern sollen dann aufeinander abgestimmt sein», so Schärli. «Es ist aber nicht so, dass alle Häuser gleich aussehen werden.»

Bebauungsplan 2016 an die Urne

Der Bebauungsplan liegt nun beim Kanton zur Vorprüfung. Der Vorprüfungsentscheid sollte gemäss Franz Müller, Leiter Baumanagement bei der kantonalen Dienststelle Immobilien, im Herbst vorliegen. Daneben hat die Bevölkerung die Möglichkeit zur Mitwirkung. Peter Schärli geht davon aus, dass Ende Jahr die öffentliche Planauflage erfolgt. Und Mitte 2016 soll der Bebauungsplan dann an die Urne kommen. «Gemäss Terminplan sollte der genehmigte Bebauungsplan in der zweiten Jahreshälfte 2016 vorliegen», sagt auch Franz Müller

«Eine Ausschreibung für die möglichen Investoren wird erst nach Vorliegen des rechtskräftigen Bebauungsplans erfolgen.» Auch die Vorgaben und Rahmenbedingungen eines allfälligen Verkaufs oder Baurechts des kantonseigenen Grundstücks sei noch in Erarbeitung. Die Verkaufsstrategie sehe jedoch weiterhin vor, dass ein Teil des Grundstücks zu Gunsten des gemeinnützigen Wohnungsbaus zur Verfügung gestellt wird, so Müller.

Hinweis

Unterlagen und Modell des Bebauungsplans liegen bis zum 21. August bei der Gemeinde Ebikon an der Riedmattstrasse 14 zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Meinungen dazu können in dieser Zeit schriftlich bei der Bauabteilung eingereicht werden.

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