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ÖFFENTLICHE HAND: Pflege und Spital kosten 116 Millionen mehr

Der Kanton Luzern und die Gemeinden verzeichnen in der Pflege- und der Spitalfinanzierung deutliche Mehrkosten. Grund ist auch die seit drei Jahren geltende Neuregelung – aber nicht nur.
Spitalkosten belasten die Kantonsfinanzen in der Tendenz immer stärker. Im Bild das Areal des Luzerner Kantonsspitals. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Spitalkosten belasten die Kantonsfinanzen in der Tendenz immer stärker. Im Bild das Areal des Luzerner Kantonsspitals. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die neue Pflege- und Spitalfinanzierung wurde in den Jahren 2011 und 2012 eingeführt. Seither führt der Kanton Luzern jährlich eine Kostenevaluation durch. Diese zeigt, dass es zu markanten Mehrkosten für Kanton und Gemeinden von insgesamt 116 Millionen Franken gekommen ist.

Mehr Nachfrage nach Pflegeleistungen

Den Gemeinden sind seit der Einführung der neuen Pflegefinanzierung Mehrkosten in der Höhe von 54 Millionen Franken entstanden. Dies ist einerseits auf den Systemwechsel zurückzuführen, andererseits aber auch auf die höhere Nachfrage nach Pflegeleistungen. Diese Tendenz zeigt sich nur schon im vergangenen Jahr: 2013 haben die Gemeinden Kosten in der Höhe von 102,9 Millionen Franken ausgewiesen. Das sind 2,7 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Diese Kostensteigerung ist insbesondere auf den ambulanten Bereich zurückzuführen, wie das Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement mitteilt. Dabei ist die Zahl der Pflegestunden für zu Hause betreute Patienten innerhalb eines Jahres um 13 Prozent gestiegen. Stabil geblieben sind hingegen die Kosten im Bereich der stationären Pflege in den Pflegeheimen.

Überproportionaler Kostenanstieg bis 2017

Seit dem Systemwechsel in der Spitalfinanzierung musst der Kanton Luzern insgesamt 62 Millionen Franken mehr aufwenden. Hauptgrund ist, dass sich der Kanton neu an allen Klinikaufenthalten finanziell beteiligen muss, also auch an jenen in Privatkliniken oder ausserhalb des Kantons. Zudem ist die Nachfrage nach medizinischen Leistungen gestiegen. Im Jahr 2013 hat sich der Kanton zu 50 Prozent an den stationären Spitalkosten beteiligt. Im Jahr 2013 machte das insgesamt 314,5 Millionen Franken aus. Die nächste Kostensteigerung ist bereits in Sicht: Gemäss Krankenversicherungsgesetz muss dieser Anteil bis im Jahr 2017 auf mindestens 55 Prozent gesteigert werden.

Mit der neuen Pflegefinanzierung seit 2011 und der neuen Spitalfinanzierung seit 2012 ist schweizweit die Abgeltung für die Leistungen in der Pflege sowie der stationären Spitalbehandlungen neu geregelt worden. Bei der Pflege betrifft der Systemwechsel die Gemeinden, die neue Spitalfinanzierung betrifft den Kanton.

pd/cv

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