Öffentliche Hand zahlt an KKL-Dachsanierung

Stadt und Kanton Luzern wollen die laufende Reparatur des defekten KKL-Dachs mittels Darlehen der öffentlichen Hand sicherstellen. Das gab der Kanton Luzern an einer Medienkonferenz bekannt.

Merken
Drucken
Teilen
Das KKL-Dach muss umfassend saniert werden. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das KKL-Dach muss umfassend saniert werden. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Gemäss diesem Vorfinanzierungsmodell leistet der Kanton Luzern ein Darlehen von maximal 9 Millionen Franken. Die Stadt beteiligt sich mit höchstens 4,5 Milionen Franken. Diese Gelder werden aber erst ausbezahlt, «falls dies für den laufenden Baufortschritt notwendig ist». Dies betonte Rgierungsrat Reto Wyss.

Die KKL-Dachreparatur ist seit rund zwei Jahren im Gang. Sie soll rund 18 Millionen Franken kosten. Über die Finanzierung ist ein Rechtsstreit zwischen der KKL-Trägerstiftung und dem Totalunternehmer beim Bau des KKL im Gang. Wie lange dieser noch dauern wird und wie er ausgehen wird, ist gemäss Regierungsrat Reto Wyss zurzeit völlig offen.

Die bisherigen Rechnungen für die KKL-Dachreparatur bezahlte das KKL aus der eigenen Liquidität. Dass es nicht den ganzen Betrag selber finanzieren kann, ist seit längerem klar. Die KKL-Trägerstiftung stellt sich zudem auf den Standpunkt, dass der Totalunternehmer die gesamten Dachreparatur-Kosten übernehmen muss.

Auch bei der Finanzierung der langfristigen Werterhaltungsmasnahmen beim KKL haben sich Stadt und Kanton auf einen Verteilschlüssel geeinigt. Demnach leisten Kanton und Stadt zunächst einen einmaligen Investitionsbeitrag von je 2,5 Millionen Franken. Die private Konzerthausstiftung soll in einer neuerlichen Sammlungsaktion rund 3 Millionen Franken beitragen. Dazu sollen Luzern Hotels sowie die Kunstgesellschaft Luzern weitere 0,5 Millionen Franken leisten. Die gesamte Finanzierungslücke für die ordentlichen KKL-Sanierungsmassnahmen bis ins Jahr 2028 wird auf 16 Millionen Franken geschätzt.

Hugo Bischof