Öffentliche Radarfallen im Kanton Luzern: Transparenz sorgt für Sicherheit

Die Standorte von Blitzkästen sollen im Kanton Luzern bekannt gemacht werden. Werden die Luzerner Strassen nun zum Tummelfeld von Rasern?

Lukas Nussbaumer
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Lukas Nussbaumer.

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Die Luzerner Regierung ist bereit, sämtliche Standorte von fix installierten und verschiebbaren Radaranlagen wöchentlich im Internet zu veröffentlichen. Damit will sie eine Forderung der SVP erfüllen. Sie begründet dies damit, dass die fast 30 stationären Fallen – allein 22 davon stehen in der Stadt Luzern – sowieso bekannt seien und dass die semistationären einen Beitrag zur Sensibilisierung leisten könnten. Ausserdem werde die Polizei mit mobilen Lasergeräten und Nachfahrmessungen weiter zu jeder Tages- und Nachtzeit und im ganzen Kanton Jagd auf Temposünder machen.

Werden die vielen nicht überwachten Luzerner Strassen damit zum Tummelfeld von Rasern? Nein. Zu gross ist die Wahrscheinlichkeit, doch von einem Lasergerät erfasst zu werden. Die Veröffentlichung der Radarfallen wird Autofahrer vielmehr zum Einhalten der Tempolimiten verleiten. Denn wer zahlt schon gerne Bussen?

Möglich ist, dass die Busseneinnahmen zurück gehen. Na und, wenn die Sicherheit nicht leidet? Im Kanton St. Gallen, der die Standorte von Radarfallen seit Jahren publiziert, sind die Unfallzahlen seither jedenfalls gesunken, auch wenn dafür noch andere Gründe in Frage kommen. Sicher wäre: Das Image der Behörden und der Polizei, die immer wieder als Geldeintreiber auf Kosten der Autofahrer gebrandmarkt werden, könnte nur besser werden.

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