ÖFFENTLICHER VERKEHR: VBL beförderten 1,7 Millionen weniger Fahrgäste

Die Passagiere der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) haben 2014 zusammen eine leicht geringere Strecke zurückgelegt als im Vorjahr. Die Zahl der auf VBL-Linien gefahrenen Personenkilometer sank um 0,7 auf 110,4 Millionen. Trotz einem Passagierrückgang von 1,7 Millionen Fahrgästen konnte der Umsatz gesteigert werden.

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Trotz weniger Passagieren machten die VBL im Jahr 2014 mehr Umsatz. (Archivbild Neue LZ)

Trotz weniger Passagieren machten die VBL im Jahr 2014 mehr Umsatz. (Archivbild Neue LZ)

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) zählten in ihren Bussen total 46,2 Millionen Passagiere, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Zahl ging gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Millionen zurück. Die VBL begründen den Rückgang mit mehr direkten Busverbindungen und der Zählweise.

Bei mehr direkten Busverbindungen ohne Umsteigen würden Passagiere seltener gezählt, schreiben die VBL.  Kunden habe das Unternehmen insgesamt keine verloren. Zu den Strecken mit weniger Umsteigevorgängen zählen laut VBL etwa die Reise von der Klinik St. Anna zum Südpol und die Verlängerung der Trolleybuslinie ins Büttenenquartier.

Der Konzerngewinn bleib bei 1,1 Millionen Franken stabil. Die Stadt Luzern erhält als Alleinaktionärin erneut eine Dividende von fünf Prozent.

Mehr Umsatz dank Carreisen und Bahnersatz

Der Umsatz stieg erneut an, nämlich um 4,8 Millionen auf 83,9 Millionen Franken. Vor allem der Ertrag im Nebengeschäft mit Carreisen, Bahnersatzangeboten oder der Fahrschule legte kräftig zu. Dieser wuchs von 10,7 auf 13,7 Millionen Franken.

Die Einnahmen aus dem Verkehr stiegen um 3,2 Prozent auf rund 46,4 Millionen Franken. Die Beiträge der öffentlichen Hand blieben mit 23,8 Millionen Franken praktisch auf dem Niveau des Vorjahres.

Wegen des gestiegenen Volumens der vom Verkehrsverbund bestellten Transportdienstleistungen habe 2014 keine weitere Reduktion der Abgeltungen stattgefunden, heisst es in der Mitteilung. Der Kostendeckungsgrad im öV der VBL verbesserte sich um 0,1 auf 66,4 Prozent.

Die öffentliche Subvention pro Passagier stieg leicht an von 49 auf 52 Rappen. Gründe waren laut der VBL eine Ausweitung des Angebots sowie rückläufige Passagierzahlen wegen der neuen Linienführungen.

Die VBL beschäftigen 456 Mitarbeiter – fünf mehr als im Vorjahr. Insgesamt betrieb das Unternehmen 145 Diesel- und Trolleybusse. (sda)

HINWEIS
Geschäftsbericht 2014 der VBL