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ÖFFENTLICHER VERKEHR: Velos und E-Bikes machen VBL-Bussen Konkurrenz

Die Luzerner Verkehrsbetriebe (VBL) haben 2015 die Konkurrenz durch Velos und E-Bikes zu spüren bekommen. Zwar transportierten die Busse mehr Personen. Der Transportbetrieb spricht aber von einer «stagnierenden Entwicklung».
Velofahrer machen den VBL zu schaffen. (Archivbild Neue LZ)

Velofahrer machen den VBL zu schaffen. (Archivbild Neue LZ)

46,3 Millionen Fahrgäste transportierten die VBL im vergangenen Jahr, 0,2 Prozent mehr Personen als im Vorjahr. Die Zahl der auf VBL-Linien gefahrenen Kilometer verringerte sich auf 110,3 Millionen von 110,4 Millionen im Vorjahr. Mögliche Gründe seien das im zweiten Halbjahr 2015 ausnehmend schöne Wetter, was wohl viele Fahrgäste zum Umsteigen auf den Langsamverkehr bewegt habe, schreibt VBL in einer Mitteilung vom Freitag.

Besonders die Trolleybusse, die vielfach für Kurzstrecken benutzt werden, bekamen das zu spüren und verzeichneten eine Abnahme der Gästezahl. In ihrem Jahresbericht werfen die Verkehrsbetriebe zudem die Frage auf, ob die Preisobergrenze für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs im Nahverkehr erreicht sei. Mit dem Fahrplanwechsel Ende Dezember 2014 waren die Tarife erhöht worden.

Finanziell konnte VBL 2015 laut Mitteilung die Ziele aber erreichen. Unter dem Strich verdienten die Verkehrsbetriebe Luzern 1,1 Millionen Franken. Der Jahresgewinn bewegt sich somit auf Vorjahresniveau.

Weniger Abgeltungen

Insgesamt stiegen die Einnahmen aus dem Verkehr um 2,5 Prozent auf 47,5 Millionen Franken. Abstriche musste VBL aber bei den Beiträgen aus der öffentlichen Hand machen. Die Abgeltungen sanken um fast 8 Prozent auf 22,0 Millionen Franken. Der Kostendeckungsgrad im Öffentlichen Verkehr verbesserte sich um 2,5 Prozentpunkte auf 68,9 Prozent.

Im Jahresbericht rechnet VBL mit weiterhin sinkenden Abgeltungen und stellt sich Ende Jahr auf schwierige Verhandlungen mit dem Verkehrsbund zur Zielvereinbarung ein.

Für das positive Jahresergebnis haben 2015 laut VBL vor allem auch Erträge aus anderen Leistungen gesorgt. Zu diesen Leistungen zählen etwa Bahnersatzfahrten in verschiedenen Regionen der Zentralschweiz sowie Leitstellenüberwachung oder Fahrgastzählungen für andere Transportunternehmen. Der Ertrag aus diesen Leistungen stieg um 3 Prozent auf 10,4 Millionen Franken.

Trotzdem konnten die leicht höheren Verkehrserträge und Einnahmen aus anderen Leistungen die tiefere Abgeltung von Verkehrsbund, Bund, Kanton und Gemeinden beim Umsatz nicht vollständig kompensieren. Der Umsatz verringerte sich um 0,8 Prozent auf 83,2 Millionen Franken. Dafür sank auch der Betriebsaufwand: Unter anderem musste VBL weniger Geld für Energie und Treibstoffe ausgeben.

Die VBL beschäftigte 481 Mitarbeiter - 25 mehr als im Vorjahr. Insgesamt betrieb das Unternehmen 145 Busse.

Hinweis: Der Geschäftsbericht auf www.vbl.ch

sda/rem

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