Ökihof Horw/Kriens: Der Hinterschlund ist als Standort noch nicht ganz vom Tisch

Obwohl das Krienser Parlament per Vorstoss Zwischennutzungen auf dem Areal Hinterschlund verbietet, zeigt sich die Stadt Luzern als Landeigentümerin weiterhin offen für einen Ökihof dort.

Stefan Dähler
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Blick au die Ringstrasse, links ist das Areal Hinterschlund zu sehen.

Blick au die Ringstrasse, links ist das Areal Hinterschlund zu sehen.

(Bild: Pius Amrein, Kriens 12. Juni 2015)

Nachdem der Krienser Stadtrat die Initiative für die Prüfung eines Ökihofs am Standorts Grütwäldli abgelehnt hat, kommen für den Gemeindeverband für Entsorgung Real wohl nur noch zwei Optionen in Frage: der Ausbau des bestehenden Standorts an der Horwer Technikumstrasse und ein provisorischer Ökihof zur Entlastung des bestehenden auf dem Areal Hinterschlund in Kriens.

Ursprünglich war letztere Option in Zusammenhang mit dem dort von der Stadt Luzern geplanten temporären Carparking vorgesehen. Der Krienser Einwohnerrat hat im Dezember aber eine Motion überwiesen, die Zwischennutzungen auf dem Areal verbietet (wir berichteten). Für den Luzerner Stadtrat ist deswegen ein Ökihof auf dem Hinterschlund noch nicht ganz vom Tisch. «Vorgesehen war, dass die Infrastruktur wie WCs oder Ruheräume gemeinsam genutzt wird, aber es wäre auch denkbar, diese nur für den Ökihof zu erstellen», sagt Adrian Borgula, Umwelt- und Mobilitätsdirektor der Stadt Luzern (Grüne) und zugleich Präsident von Real. «Das hängt aber davon ab, wie absolut die Stadt Kriens die Motion letztendlich umsetzt.»

Vorerst wartet Real aber ab, wie sich die Situation nach der Einführung der Sofortmassnahmen beim Ökihof Horw entwickelt. So wurde für Anlieferungen mit dem Auto eine 5-Franken-Gebühr am Samstag eingeführt, die den zu entrichtenden Mengengebühren gutgeschrieben wird. Zudem wurden die Öffnungszeiten am Mittwochabend verlängert. Borgula sagt:

«Die ersten Erfahrungen sind positiv, die grösste Überlastung am Samstag konnte gelindert werden.»

Das Ziel müsse sein, die Leute dazu zu bringen, weniger oft und dafür grössere Mengen zu entsorgen oder zu einem anderen Zeitpunkt zu kommen.

Für die andere Option, die Sanierung und Optimierung des bestehenden Standorts, besteht bereits ein Bauprojekt, so Borgula. Dieses wurde aber sistiert, weil die Gemeinde Horw einen anderen Standort bevorzugen würde oder einen ergänzenden Ökihof gefordert hatte. Doch der bestehende Standort hat den Vorteil, dass er schon besteht und gut erschlossen ist. Allerdings wird die Bevölkerung im Gebiet Luzern Süd künftig noch wachsen. «Auf längere Frist wäre ein zweiter Ökihof-Standort in Luzern Süd durchaus zweckmässig.» 

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