Ölgemälde
Rothenburger Künstlerin malt Spitalclownin nach einem Bild aus der Luzerner Zeitung

Die Malerin Jolanda Masa hat sich von einem Schwarz-Weiss-Bild aus unserer Zeitung inspirieren lassen und die Clownin Barbara Graf auf Öl nachgemalt. Das Bild wird möglicherweise zugunsten der Theodora Stiftung versteigert.

Linda Leuenberger
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«Spitalclowns vollbringen unglaublich wertvolle Arbeit und bringen viel Freude», schreibt die Rothenburger Malerin Jolanda Masa auf ihrem Instagramkanal. Das Bild der Spitalclownin Barbara Graf und der dazugehörige Bericht in der Luzerner Zeitung hätten sie sehr berührt. Dieses Gefühl habe sie auf Leinwand verewigen wollen. Dabei herausgekommen ist ein faszinierendes Ölgemälde:

Barbara Graf erzählte Ende April in unserer Zeitung im Rahmen der Serie «Schattenwurf» von ihrem Beruf als Spitalclownin – oder wie man inzwischen auch sagt: als Traumdoktorin – und von den Freuden und Bürden dieser Tätigkeit. Die Vorlage für Künstlerin Masas Bild ist schwarz-weiss. Daraus hat sie ihre eigene bunte Clownin gemacht. Sie schreibt:

«Nun hoffe ich, dass auch meine Clownin dem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht zaubert.»
Das Vorbild.

Das Vorbild.

Dominik Wunderli

Jolanda Masa malt schon seit ihrer Kindheit. Heute beschäftigt sich die 51-Jährige mit Licht, Form und Farbe und gibt auch Kurse. In ihrem Atelier in Rothenburg malt sie abstrakt sowie gegenständlich und lässt sich von Natur, Mensch und Gefühl inspirieren. Wie beim Bild der Clownin versucht sie beim gegenständlichen Malen, das Motiv möglichst genau wiederzugeben. Das Arbeiten mit Öl- und Acrylfarben, Pigmenten und Struktur sei für sie eine spannende Herausforderung.

Eine Versteigerung zugunsten der Theodora Stiftung?

Für das neuste Bild sass Masa nach der Veröffentlichung des Artikels mehrere Wochen vor der Leinwand, teils bis tief in die Nacht hinein, wie sie auf Anfrage sagt. Da es sich um ein Ölgemälde handelt, braucht das Bild zudem mehrere Wochen Trocknungszeit.

Die Hand der Clownin habe sie stark gefordert, da die Hand auf dem Originalbild nur halb drauf ist. «Schlussendlich habe ich meine eigene Hand gemalt», sagt die Künstlerin. So hat das wahrheitsgetreue Bild zu Beginn ausgesehen:

«Wenn ein Werk fertig ist, brauche ich es noch eine gewisse Zeit bei mir», antwortet Masa auf die Frage, was mit dem Bild jetzt passiere. Sie habe insbesondere zu ihren Frauenporträts eine emotionale Bindung. Sie habe an eine Versteigerung des Bildes gedacht, dafür sei ihr Umfeld aber zu klein. «Ich möchte nicht, dass meine Clownin unter dem Wert versteigert wird.» Allerdings gefalle ihr die Idee, mit dem Erlös aus einer Versteigerung die Theodora Stiftung zu unterstützen. Ein ähnliches Projekt habe sie an ihrem 50. Geburtstag realisiert: Anlässlich ihres Jubiläums hat sie 50 Ölbilder verkauft und einen Teil des Erlöses an den Verein «EpiDog for Kids» gespendet. Aber:

«Mal sehen, vorerst bleibt die Clownin zum Trocknen noch ein Weilchen bei mir.»

Mehr Infos über Jolanda Masa und ihr Atelier auf ihrer Website jolandamasa.ch.