ÖV: Der ÖV im Seetal soll gestärkt werden

Das Seetal erhält keine Umfahrungsstrasse – die Belastung von Bahn und Bus dürfte darum noch stärker zunehmen. Ist der öffentliche Verkehr dafür gerüstet?

Stephan Santschi
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Pendler besteigen am Morgen die S 9 beim Bahnhof Hochdorf in Richtung Luzern. Die Seetalbahn transportiert jährlich 3 Millionen Passagiere. (Bild Pius Amrein)

Pendler besteigen am Morgen die S 9 beim Bahnhof Hochdorf in Richtung Luzern. Die Seetalbahn transportiert jährlich 3 Millionen Passagiere. (Bild Pius Amrein)

Die Verkehrsbelastung zu Stosszeiten ist im Seetal gross, in Eschenbach, Ballwil und Hochdorf sind immer mehr Autos unterwegs, es kommt zu Behinderungen und Staus. Die S 9, also die Zuglinie Luzern - Lenzburg ist in den letzten Jahren stark gewachsen. «Mit der Seetalbahn sind jährlich rund drei Millionen Einsteiger unterwegs. In den vergangenen zehn Jahren verzeichnen wir damit ein Wachstum von 75 Prozent», informiert der Verkehrsverbund Luzern (VVL) Sprecher Christoph Zurflüh.

Mit vier Vorschlägen soll das Wachstum bewältigt werden können. Zusätzliche Züge zu den Hauptverkehrszeiten, Doppeltraktionen von Zügen, ein neues Signal sowie die Einführung des 15-Minuten-Takts. In Sachen Finanzierung ist der VVL zuversichtlich. Zumindest was die ersten beiden Punkte umfasst. Die Einführung von Doppeltraktionen beläuft sich auf Kosten von 600 000 Franken.