ÖV: Schiffsstation Vitznau bald in neuem Glanz

Die nach der Schiffsstation Luzern am stärksten frequentierte Landestelle der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) wurde 1912 gebaut. Nun soll die Schiffsstation Vitznau renoviert werden.

Drucken
Teilen
Die Schiffsstation Vitznau, wie sich sich heute präsentiert. (Bild pd)

Die Schiffsstation Vitznau, wie sich sich heute präsentiert. (Bild pd)

Das Schiffsstationsgebäude inklusive Grundstück und Landesteg ist im Eigentum der Rigi Bahnen AG und ist der SGV untervermietet. Aus Gründen der gesetzten Prioritäten im Investitionsportfolio der Rigi Bahnen konnte das Stationsgebäude bis anhin noch nicht renoviert werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Hingegen wurden vor einigen Jahren umfangreiche Seemauersanierungen vorgenommen damit die Sicherheit des Grundstückes gegen Unterspülung gewährleistet ist.

Privater Mäzen hat sich gemeldet
Im letzten Jahr hat sich bei den Rigi Bahnen ein Liebhaber der Vitznauer Schiffsstation gemeldet mit der Bitte, das historische Stationsgebäude unter seiner finanzieller Mithilfe doch baldmöglichst einer Sanierung zu unterziehen, damit das Erscheinungsbild verschönert werden könne. Immerhin ist das Gebäude eine der Visitenkarten von Vitznau und in seiner Art ein Schmuckstück, wie es weiter heisst.

Der anonym bleibende Mäzen und die Rigi Bahnen sind sich schnell einig geworden und entschieden, das Objekt per 2008/09 einer ersten Sanierung (Dach/Fassade) zu unterziehen. Projektabwicklungen von Sanierungsobjek-ten dieser Klasse bedingen eine professionelle Vorgehensweise. Dazu konnte die Stiftung Pro Vitznau gewonnen werden. Das vom Spender bereitgestellte Kapital wird nun als Stiftungskapital zur Verfügung gestellt.

25 Jahre Nutzungszeit vereinbart
Die Rigi Bahnen übergibt daher das Nutzungsrecht der Station über mindestens 25 Jahre der Stiftung unter Verzicht auf einen Mietzins. Die Stiftung ihrerseits renoviert und nutzt die Station über die vereinbarte Zeit.

Im Zuge dieser Veränderung wird das historische Stationsgebäude unter kantonalen Denkmalschutz gestellt. Das Objekt wird auch künftig hauptsächlich als Schiffsstation der SGV dienen. Über die Nutzung der anderen Gebäudeteile nach der Renovation können erst Aussagen gemacht werden, wenn das definitive Renovationskonzept vorliegt. Dazu braucht es noch intensive Abklärungen, insbesondere bezüglich der denkmalpflegerischen Aspekte.

scd