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ÖV: Verkehrsverbund krebst zurück

Die Kürzungen im neuen Fahrplan stossen auf grosse Kritik. Jetzt reagiert der Verkehrsverbund. Bei drei Linien sollen die Mass­nahmen ­entschärft werden.
Buslinie 14 Richtung Horw passiert beim Südpol in Luzern. (Bild: Nadia Schärli)

Buslinie 14 Richtung Horw passiert beim Südpol in Luzern. (Bild: Nadia Schärli)

Simon Bordier

Während das Publikum am Samstagabend besonders zahlreich ins Kulturzentrum Südpol strömt, fährt der Bus nur noch halbstündlich statt wie tagsüber jede Viertelstunde. Dies wäre eine der Folgen, wenn der Fahrplan 2016 des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) so umgesetzt würde, wie er Ende Mai vorgestellt wurde. Doch den definitiven Entscheid über den Fahrplan wird der Verbundrat des VVL erst Ende August fällen. Bis dahin sind gegenüber dem ursprünglichen Entwurf noch Änderungen möglich.

Südpol-Linie: Takt bleibt gleich

Bezüglich der Linie 14 zwischen dem Südpol und dem Bahnhof Luzern hat VVL-Sprecher Christoph Zurflüh gute Nachrichten: «Es sieht danach aus, dass wir auf die Taktreduktion verzichten können.» Sprich: Der Bus wird wohl auch mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember zu gewohnten Zeiten verkehren, wie das Onlineportal Zentralplus am Montag berichtete. «Damit wollen wir die Kritik der Stadt Luzern wie auch der Verantwortlichen des Südpols ernst nehmen», sagt Zurflüh. Änderungen wie diese seien möglich, da man erst jetzt die Offerten der Verkehrsunternehmen, in diesem Fall der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), erhalten habe. «Wir planen eher vorsichtig. Sobald die Offerten vorliegen, zeigen sich allenfalls finanzielle Spielräume», erklärt Zurflüh.

Dabei steht der VVL unter Spardruck: Statt 82,6 Millionen Franken wie im strategischen ÖV-Bericht vorgesehen, stehen ihm 2016 wegen des kantonalen Sparprogramms rund 5 Millionen Franken weniger zur Verfügung. Entschärft wird die Situation durch die Zahlungen des Bundes, von dem der VVL ab kommendem Jahr zusätzlich 2,5 Millionen Franken erhält. «Die Erhöhung der Bundesbeiträge und das Entgegenkommen der Transportunternehmen erlauben allenfalls noch Änderungen am Fahrplan», sagt Zurflüh.

Linie 12: Massnahmen verschoben

Eine Lösung zeichnet sich auch auf der Linie 12 ab, die am Abend und am Sonntag zwischen dem Bahnhof Luzern, Littau Gasshof und Ruopigenhöhe verkehrt. Der Abschnitt zwischen Littau Gasshof und Ruopigenhöhe sollte aufgehoben werden, hiess es Ende Mai. Dagegen protestierten die Quartierbewohner und die Stadt Luzern. «Die Massnahme wird nun voraussichtlich um ein Jahr aufgeschoben», sagt Zurflüh. Denn bis im Dezember 2016 werde der neue Bushub auf dem Seetalplatz in Emmen und das erweiterte ÖV-Netz in Luzern-Nord in Betrieb gehen. «Die Aufhebung des Streckenabschnitts auf der Linie 12 dürfte dann weniger ins Gewicht fallen.»

Acht Mal täglich Rain-Luzern

Eine kleine Anpassung wird es wohl auch auf der Linie 51 geben, die heute zwischen dem Bahnhof Luzern, Rothenburg und Rain verkehrt. Gemäss neuem Fahrplan wird der Bus von Montag bis Samstag bis 20 Uhr nur noch zwischen Rain und Rothenburg Dorf fahren, wo ein direkter Anschluss an die S-Bahn zum Bahnhof Luzern besteht. Einzig zu den Hauptverkehrszeiten am Morgen und Abend sollen Direktverbindungen zwischen Rain und Luzern bestehen bleiben. Die Zahl der Verbindungen versucht der VVL nun von sechs auf acht zu erhöhen.

Die beschriebenen Änderungen beträfen die umstrittensten Punkte des neuen Fahrplans, so Zurflüh. Im Fall der Neuerungen auf anderen Strecken, die Ende Mai vorgestellt wurden, habe es bisher keine Anpassungen gegeben. «Wir befinden uns aber noch mitten in der intensiven Erarbeitungsphase», betont Zurflüh. Kleinere Änderungen seien noch bis Ende August möglich.

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