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ÖV: Weitere Buslinien werden verbunden

Eine neue Buslinie soll ab Dezember 2016 Emmen direkt mit Littau verbinden. Derweil regt sich in Reussbühl Widerstand gegen den neuen Fahrplan.
Dominik Weingartner
Bild: Grafik: web

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Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) führt den eingeschlagenen Weg der Linienverbindungen fort. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 sollen die Linien 13 (Littau–Seetalplatz–Rothenburg) und 53 (Luzern–Seetalplatz–Flugzeugwerke) zur neuen Linie 40 zusammengelegt werden (siehe Grafik). Das geht aus der Antwort des Luzerner Stadtrats auf eine SP-Interpellation zur Zukunft des Verkehrs in Littau hervor.

Die Linie 40 wird wahrscheinlich von Montag bis Samstag bis zur S-Bahn-Station Waldibrücke verlängert werden. «Somit entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Bahnhöfen Littau, Emmenbrücke und Waldibrücke», sagt VVL-Sprecher Christoph Zurflüh.

Die neue Linie wird werktags in einem 15-Minuten-Takt und zu Randzeiten und am Wochenende in einem 30-Minuten-Takt verkehren. Betrieben wird die Linie von der Auto AG Rothenburg, die bereits im Jahr 2008 die Linie 13 von den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL) übernommen hat.

Innenstadt entlasten

«Für uns ist die Schaffung von solchen tangentialen Verbindungen wichtig», sagt Zurflüh. Mit diesen könne man die Subzentren in der Agglomeration Luzern direkt miteinander verbinden und gleichzeitig die Luzerner Innenstadt entlasten. Mit der Linie 26 (Brüelstrasse–Adligenswil–Ebikon) und den Linien 16 sowie 21 (Horw–Kriens) bestehen heute schon tangentiale Verbindungen. Bereits beschlossen wurden die neue Linie 3 (Kriens–Emmenbrücke) und Linie 18 (Ebikon–Kantonsspital–Littau).

Kritik an VVL

In Zusammenhang mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 gerät der VVL in die Kritik. In einem an den VVL adressierten offenen Brief kritisieren der Quartierverein Reussbühl und die Abendgesellschaft Reussbühl die Streichung des Abschnitts Littau Gasshof–Ruopigenhöhe der Linie 12 abends und am Sonntag. Die Erschliessung erfolgt künftig wie tagsüber durch die Linie 13, die allerdings im Gegensatz zur Linie 12 nicht in einem 15-Minuten-, sondern nur in einem 30-Minuten-Takt fährt. Man spreche sich «entschieden gegen diese Massnahme aus», heisst es im Brief. Reussbühl sei der einzige Luzerner Stadtteil ohne direkte Anbindung an das Zentrum der Stadt Luzern. «Hier sind alle anderen Stadtquartiere im Vergleich viel bessergestellt», schreiben die beiden Organisationen. «Mit dem Wegfall des Einsatzes der Linie 12 am Abend und am Sonntag wird das Angebot um über 50 Prozent verschlechtert.» Die beiden Vereine wollen mit dem VVL noch einmal über diesen Entscheid verhandeln.

Kaum Verhandlungsspielraum

Doch das dürfte schwierig werden. «Laut dem ÖV-Bericht des Kantons soll ab Dezember 2017 das Gebiet Tschuoppis erschlossen werden», sagt VVL-Sprecher Zurflüh. Tschuoppis liegt hinter der Haltestelle Littau-Gasshof Richtung Malters. «Die Führung der Linie 12 nach Reussbühl wird spätestens dann nicht mehr möglich sein», so Zurflüh. Zudem sei der 30-Minuten-Takt zu den Randzeiten und am Sonntag vergleichbar mit der Situation anderer grosser Quartiere wie etwa dem Obergütsch oder dem Würzenbachquartier. Zurflüh verhehlt nicht, dass auch die Kosten eine Rolle spielen. «Wir müssen das ÖV-System laufend optimieren, auch um Kosten zu sparen», sagt er.

Jährlich 50 Fahrplanänderungen

Doch nicht nur der Entscheid alleine, sondern auch die Kommunikation des VVL stösst der Reussbühler Abendgesellschaft und dem Quartierverein sauer auf. Man habe «zufällig von diesen Änderungen erfahren», schreiben sie im Brief. «Es erfolgte keine aktive Kommunikation», lautet der Vorwurf. Dem widerspricht Christoph Zurflüh. «Über Mitteilungen haben wir die Gemeinden und die Medien über die Fahrplanänderungen detailliert informiert», sagt er. Es habe eine breite Berichterstattung dazu gegeben. Bei jährlich rund 50 Fahrplanänderungen im ganzen Kanton Luzern sei klar: «Aus Ressourcengründen können wir leider nicht auf jeden einzelnen Quartierverein zugehen.»

Dominik Weingartner

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