OFFENE TÜREN: Nur 200 Leute besuchen Luzerner Moscheen

Im Kanton Luzern waren am Sonntag alle sechs sunnitischen Moscheen für Interessierte geöffnet. Zisch war mit der Videokamera in Emmenbrücke dabei.

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Gebetsszene in der Moschee in Emmenbrücke. (Archivild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Gebetsszene in der Moschee in Emmenbrücke. (Archivild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Offen waren die Moscheen in der Stadt Luzern, in Emmenbrücke, Reussbühl, Kriens, und Ebikon. Das Interesse war beschränkt: Es wurden rund 200 Besucher gezählt. So fanden auch kaum Besucher den Weg in die Eyüb-Moschee in Emmenbrücke, der ältesten in Luzern. Als Versammlungsort für Muslime aus dem Kanton Luzern wurde sie 1976 in einer Privatwohnung, an der Grenze zu Reussbühl eröffnet und zählt heute 85 Familien zu ihren Mitglieder.

Neben dem Gebetsraum verfügt die Moschee über einen Frauenraum, eine Küche und einem Verkaufsraum, in dem vor allem Türkische Produkte angeboten werden. Bei der Gründung wurde die Moschee von Muslimen aus verschiedenen Ländern besucht. Heute kommen die meisten Gläubigen aus der Türkei. Wegen den kulturellen Unterschiede habe es sich so ergeben, dass die verschiedenen Völker ihre eigenen Moscheen gründeten, sagt Kadir Eskin, der Sekretär der «Föderation Islamischer Gemeinschaft», welche die Moschee unterhält. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Moscheen in der Stadt sei aber freundschaftlich und eng.

mer/red

Mehr zum Thema lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Der Rundgang durch die Eyüb-Moschee (Beitrag Martin Erdmann):