Offline eine Wohnung gesucht – und gefunden: Happy End für Stadtluzerner

Per Ende Mai muss der pensionierte Künstler Arturo Diaz seine Wohnung an der Luzerner Bundesstrasse aufgeben. Obwohl er dem Internet abgeschworen hat, hat er jetzt eine neue Bleibe gefunden – nur einen Katzensprung entfernt.

Simon Mathis
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Arturo Diaz kann sich freuen: Er hat eine neue Wohnung gefunden, obwohl er konsequent ohne Internet lebt.

Arturo Diaz kann sich freuen: Er hat eine neue Wohnung gefunden, obwohl er konsequent ohne Internet lebt.

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 18. Dezember 2019)

Arturo Diaz' Wohnung an der Stadtluzerner Bundesstrasse ist bunt, schräg und liebevoll gestaltet. Der pensionierte Grafiker nennt seine Bleibe ein «Museum». Bis Ende Monat muss er dieses Museum allerdings räumen; der 66-Jährige zieht aus. Die Suche nach einer neuen Wohnung gestaltete sich als schwierig; denn als selbst ernannter «Analogist» hat Diaz allem Digitalen abgeschworen (wir berichteten). Nun aber ist es geschafft: Er hat eine Wohnung bei der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern (ABL) gefunden.

Die Umzugsstrecke ist denkbar kurz, ein Katzensprung geradezu. Denn die neue Wohnung befindet sich direkt auf der anderen Seite der Bundesstrasse. «Ich bin sehr froh, dass das geklappt hat», so Diaz. Aufgrund des Artikels in unserer Zeitung vom Dezember 2019 habe er viele Angebote und positive Rückmeldungen per Telefon und Brief erhalten: «Die Solidarität war gross.»

Das Coronavirus beschäftigt auch Diaz

Jetzt gehe es vor allem darum, eine neue Perspektive zu schaffen, erzählt Diaz. Er blickt optimistisch in die Zukunft: «Es wird eine fantastische Wohnung werden; ich werde versuchen, dort mein Museum neu aufzubauen.» Das Coronavirus ist natürlich auch bei Diaz ein grosses Thema. «Ich lebe völlig abgeschottet, gehe nur noch für die nötigsten Besorgungen nach draussen.»

Auch der Umzug selbst wird durch Corona nicht einfacher. Wie genau dieser genau vonstatten gehen wird, plant Diaz zurzeit. Kiste für Kiste packt er momentan sein Eigentum ein: darunter selbst gestaltete Postkarten, Poster und Fotografien. Einige Spielsachen, die er nicht mehr braucht, verschenkt er an Nachbarskinder.

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