Ohne Berufserlaubnis, kein Anwaltstitel

Im Kanton Luzern dürfen Anwälte, die mit einem Berufsverbot belegt sind, den Anwaltstitel nicht mehr führen. Der Kantonsrat hat am Montag in zweiter Lesung und mit 100 zu 0 Stimmen das Anwaltsgesetz angepasst.

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Mit der Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen sollen die Rechtssuchenden geschützt werden. Heute kann ein Anwalt den Titel auch dann tragen, wenn er gar nicht mehr als Rechtsberater arbeiten darf. Dies sei irreführend, fanden sämtliche im Kantonsparlament vertretenen Parteien.

Ein Anwalt kann sein Patent verlieren, wenn ihm ein solches nicht mehr erteilt werden könnte. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn er nicht mehr handlungsfähig oder wenn er strafrechtlich verurteilt worden ist.

Entzogen werden kann einem Anwalt das Patent aber auch dann, wenn er nicht mehr vertrauenswürdig, mit einem dauernden Berufsverbot belegt oder zahlungsunfähig ist. Ein Anwalt kann neu auch freiwillig auf sein Patent verzichten.

Zu Diskussionen führte die Vorlage in der zweiten Lesungen nicht mehr. Die Neuerungen treten noch diesen Sommer in Kraft.

sda