OLMA: Olma-Bus spaltet die Gemüter

Luzern ist der diesjährige Gastkanton an der Olma in St. Gallen. Redaktoren des «St. Galler Tagblatts» und unserer Zeitung haben die Ausstellung privat besucht.

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Der Bus des Gastkantons Luzern kommt an der Olma nicht bei allen Besuchern gut an. (Bild Philipp Schmidli)

Der Bus des Gastkantons Luzern kommt an der Olma nicht bei allen Besuchern gut an. (Bild Philipp Schmidli)

Umzug Olma (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Umzug Olma (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Umzug Olma (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Die Videoshow zeigt den Bürgenstock in der Sonderausstellung des Kantons Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerner Regierungspräsident Robert Küng (links) und Projektleiter Werner Fluder auf dem Pedalo in der Ausstellung des Gastkantons. (Bild: Philipp Schmidli)
Besucher degustieren Luzerner Spezialitäten an der Sonderausstellung. (Bild: Philipp Schmidli)
Besucher warten vor dem grossen Bus auf einen Platz für die Videoshow des Kantons. (Bild: Philipp Schmidli)
Ein überdimensionaler Bus wartet auf die Olma-Besucher. (Bild: Philipp Schmidli)

Umzug Olma (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die St. Galler Olma ist für vieles bekannt: So ist die Freiluftarena während des täglich stattfindenden Säulirennens jeweils zum Bersten voll. Auch die Degustationshallen erfreuen sich grosser Beliebtheit, wahrscheinlich aber aus anderen, hochprozentigeren Gründen. Dieses Jahr ist Luzern Gastkanton an der Olma. Er kann sich somit an der Sonderschau von seiner besten Seite präsentieren. Zwei Olma-Kenner des «St. Galler Tagblatts» und ein Olma-Anfänger der «Neuen Luzerner Zeitung» haben sich die Ausstellung der Luzerner angeschaut.

Bus erdrückt die Ausstellung

Der erste Olma-Samstag ist traditionell der Tag des Gastkantons. Entsprechend gross ist auch das Besucheraufkommen in der Sonderschau der Luzerner. Wer in die Halle 9.1.2 eintritt, ist aber zuerst einmal irritiert: Man hat ja schon einiges gehört von diesem überdimensionierten Bus, doch in natura ist das Ungetüm überwältigend. Man hat sicher in den vergangenen Jahren schon lustvollere Inszenierungen von Gastkantonen gesehen. Und weil der Bus fast die ganze Halle ausfüllt und den Rest der Ausstellung erdrückt, wirkt die Sonderschau auf den ersten Blick nicht sehr einladend. Zudem steht vor dem Bus-Eingang eine Menschenschlange von gut zehn, fünfzehn Metern Länge. Das mindert die Lust auf die Lozärn-Schau zusätzlich.

Die Innerschweiz bereisen

Da könnte einem leicht schlecht werden, wenn sich der Bus plötzlich wie auf der Achterbahn auf die Seite legt und der Vierwaldstättersee auf den grossen Bildschirmen in Schieflage gerät. Kaum hat man sich in den riesigen Kino-Bus der Sonderausstellung Luzern gesetzt, geht die Fahrt durch den Kanton Luzern los. Begrüsst von einem etwas schnoddrigen Buschauffeur startet die Reise mitten in der Stadt Luzern und führt über das KKL und den Vierwaldstättersee übers Entlebuch durch den ganzen Kanton. Die acht Minuten lange Fahrt im 180-Grad-Kino am Pilatus und anderen Naturerhebungen vorbei ist interessant, mit witzigen Dialogen untermalt und kurzweilig. Auf jeden Fall macht sie Lust, die Innerschweiz selbst einmal nicht virtuell, sondern richtig zu bereisen. Die Reiselust steigt, wenn man sich neben dem Bus-Kino dem Stand des Lozärner Biers zuwendet, wo einem ein freundlicher Herr über das Innerschweizer Bier aufklärt, das bekömmlich schmeckt und die Sonderausstellung gebührend abschliesst.

Zwiespältiger Eindruck

Die Olma ist gross. Der Besucherandrang am ersten Samstag noch grösser. So versucht man, sich mit den ausgefahrenen Ellbogen einen Weg durch die Massen zu bahnen. Einmal in der «Luzerner Halle» angekommen, sticht sofort der riesige Bus ins Auge. Doch wie beim St. Galler Kollegen verfliegt die Vorfreude auf den im Bus präsentierten Film, die Schlange vor dem Bus ist zu lange für den ungeduldigen Besucher.

Die Aufteilung der 900 Quadratmeter grossen Halle irritiert. Der Bus nimmt gefühlte drei Viertel der Halle ein, die daneben stehende Degustationsbar ist dadurch eingeengt. Braucht ein Werbevideo wirklich so viel Platz? Ein Fernseher oder eine Projektion an eine Wand hätte gereicht, damit die Besucher sich ein Bild über Luzerns schönste Orte machen können. Die 25 Meter lange Degustationsbar ist eine gute Idee, die Besucher lernen so die kulinarischen Eigenheiten Luzerns kennen. Daran hätte man anknüpfen sollen. Dem Besucher etwas in die Hände geben, den Kanton fassbar machen. Vielleicht spielerisch eine Guuggenmusig in den Raum integrieren, oder mehr von der abwechslungsreichen Luzerner Folklore zeigen. So aber bleibt der Eindruck zwiespältig.