Online-Magazin

«Kultz» ordnet sich zwischen Republik, Watson und Titanic ein – späterer Untergang nicht ausgeschlossen

Im Februar wird ein neues Zentralschweizer Online-Magazin für Kunst und Kultur aufgeschaltet. Noch suchen die Initianten Geld für einen erfolgreichen Start.

Roger Rüegger
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Der Luzerner Heinrich Weingartner hatte im August 2019 das Projekt «Kultz» lanciert.

Der Luzerner Heinrich Weingartner hatte im August 2019 das Projekt «Kultz» lanciert.

Bild: PD

Mit «Kultz» wird im Februar 2021 ein neues Zentralschweizer Online-Magazin für Kultur und Satire lanciert. Am 2. Dezember starten die Initianten und Initiantinnen ein Crowdfunding auf der Plattform lokalhelden.ch, um das Projekt erfolgreich durch die Anfangsphase zu manövrieren, wie das Magazin am Mittwoch mitteilte.

«Wir werden irgendwann sowieso untergehen, aber lieber erst später», wird Co-Initiator Heinrich Weingartner in der Mitteilung zitiert. Kultz stelle sich dem Trend einer sich stetig ausdünnenden Kulturpresse entgegen und wolle einen multimedialen, allen zugänglichen Journalismus bieten.

Etwas Grössenwahn ist Programm

Im August 2019 hat der Luzerner Weingartner ein Projekt angeschoben, das «so etwas werden soll wie die Republik ohne Geld, Watson mit weniger Katzenbildern und die Titanic, aber nicht so endgültig». Dass es dazu etwas Grössenwahnsinn braucht, sei Programm so Weingartner.

Das Konzept des Magazins haben gemäss den Initianten freie Journalisten und Kulturschaffende entwickelt. Auf der Website www.kultz.ch ist vorerst eine provisorische Gestaltung zu sehen. Ab Anfang Februar 2021 werde das definitive Layout enthüllt.

Laut Mitteilung benötigen die Macher noch 33'333 Franken, als Teil der Betriebskosten. «Langfristig soll Kultz hauptsächlich durch Member getragen werden, die das Magazin mit 50 Franken oder mehr pro Jahr unterstützen», heisst es in der Mitteilung.