Online-Umfrage deckt Probleme auf

Eine Online-Umfrage zur Fasnacht brachte neben dem Pfandsystem noch weitere Probleme ans Licht: Viele der Befragten stören sich an zu wenig Toiletten, zu viel Gewalt, zu hohen Preisen und einem zu leichten Zugang zu Alkohol für Jugendliche.

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Das stört an der Fasnacht. (Bild: Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

Das stört an der Fasnacht. (Bild: Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

Im Vorfeld der Fasnacht lancierte die Stadt Luzern vom 2. bis am 20 März eine Online-Umfrage, bei der sich 1412 Personen beteiligten (zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen). Dabei wollten die Verantwortlichen wissen, wie die eingeführten Neuerungen bei der breiten Bevölkerung ankommen. Die Resultate der nicht repräsentativen Umfrage offenbaren einerseits, dass das Pfandssystem auf breite Ablehnung stösst, ortet gleichzeitig aber auch andere Probleme.

WCs, Pöbeleien, Alkohol und Preise

Mit einer Ablehnung von über 80 Prozent fällt das Depotsystem bei den Befragten deutlich durch. Nur gerade 15 Prozent befürworten die Einführung. Dieses schlechte Abschneiden ist sicherlich ein Grund, warum die Verantwortlichen sich entschieden haben, im nächsten Jahr wieder auf den Pfand zu verzichten.

Aber auch andere Themen bewegen die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. So finden über 70 Prozent der Befragten, dass an der Fasnacht jeweils zu wenige Toiletten zur Verfügung stehen. Auch Gewalt und Pöbeleien scheinen ein grosses Problem zu sein, finden über 65 Prozent der befragten. Fast gleich viele stören sich an den zu hohen Preisen in den Verpflegungszonen. Aber auch die Tatsache, dass Jugendliche zu leicht an Alkohol kommen, beschäftigt über 63 Prozent. Als weitere Probleme wurden die kommerziellen Stände, die Verpflegungszonen allgemein und die Musik, welche nicht zur Fasnacht passt, genannt.

Die Befragung brachte aber auch Positives zu Tage: So scheint über 95 Prozent der Befragten die Fasnacht 2011 gefallen zu haben und fast 80 Prozent äusserten sich positiv über die ausgelassene Stimmung.










Massnahmen werden im September diskutiert

Wie Stadträtin Ursula Stämmer gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung sagte, wird die Umfrage wohl einmalig bleiben. Sie fände es gut, dass sich die Fasnächtler mittels Umfrage Luft verschaffen konnten. Jetzt gelte es aber nach vorne zu schauen.

Massnahmen, um gegen die Probleme vorzugehen, werden nun von den Fasnachtsorganisationen ausgearbeitet und am nächsten Runden Tisch im September vorgelegt.

pd/bep

Die Auswertung der Online-Umfrage im Detail