Ordensfrauen erhalten Herbert-Haag-Preis

Der Herbert-Haag-Preis 2013 für Freiheit in der Kirche geht an 46'000 US-amerikanische Nonnen und an die Führungscrew ihres Dachverbandes Leadership Conference of Women Religious (LCWR). Der Preis ist mit 15'000 US-Dollar dotiert und wird am 14. April 2103 in Luzern übergeben.

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«Ihr Kampf für Menschen in Bedrängnis und am Rand der Gesellschaft, ihr Einsatz dort, wo sie die Welt ruft und ihre sorgfältige Reflexion der Zeichen der Zeit machen sie zu einer Säule der US-amerikanischen katholischen Kirche», teilte die Herbert-Haag- Stiftung für Freiheit in der Kirche am Donnerstag mit.

Gleichwohl stünden die Ordensfrauen und insbesondere ihre Führung im Auge des Orkans, den die römische Glaubenskongregation im April 2013 ausgelöst habe, schreibt die Stiftung.

Ein Untersuchungsbericht wirft dem Dachverband LCWR gravierende lehrmässige Mängel in seinen Veranstaltungen vor und klagt ihn an, dass seine Position bezüglich Abtreibung, Priesterweihe für Frauen, Feminismus und Homosexualität von der katholischen Lehre abweichen.

Ein dreiköpfiges bischöfliches Gremium soll nun zum Rechten schauen. Es kann in den nächsten fünf Jahren in alle Vorgänge der Ordensleitung eingreifen, neue Statuten erzwingen sowie Schriften, künftige Aktivitäten und Stellungnahmen zensurieren.

Die LCWR-Leitung weist die vom Vatikan erhobene Kritik zurück. Die Herbert-Haag-Stiftung bezeugt der LCWR «grossen Respekt für ihre freimütige Haltung in dieser Krise», schreibt sie. Sie freue sich über die Energien und Initiativen, mit denen die Ordensfrauen die Kirche erneuern und zukunftsoffen gestalten würden.

sda