ORKAN «EMMA»: «Emma» ist über die Zentralschweiz gefegt

Ein Surfer ist am Samstagnachmittag auf dem Zugersee wegen starker Orkanböen in Schwierigkeiten geraten. In Luzern verletzte sich ein Feuerwehrmann bei Aufräumarbeiten schwer, und auf dem Titlis mussten 50 Gäste wegen der starken Winde evakuiert werden.

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Hohe Wellen peitschten an Zugs Seepromenade. (Leserbild Marcel Elser)

Hohe Wellen peitschten an Zugs Seepromenade. (Leserbild Marcel Elser)

Auf dem Titlis registrierte MeteoSchweiz am Samstag Windgeschwindigkeiten von um die 170 km/h. Aus Sicherheitsgründen mussten deshalb am Samstag alle Bahnen eingestellt werden. Wie die Gratiszeitung «20 Minuten» berichtet, seien rund 50 Gäste im Verlaufe des Tages von Trübsee mit Pistenfahrzeugen evakuiert worden. Am Sonntag, wo auf dem Titlis Windspitzen von um die 135 km/h gemessen wurden, waren dann alle Bahnen wieder geöffnet. Auch in anderen Skigebieten der Zentralschweiz wurde am Samstag der Betrieb aus Sicherheitsgründen teilweise eingestellt. Am Sonntag standen dann nur noch die Pilatusbahnen still.

In Luzern verletzte sich gemäss Angaben der SF Tagesschau am Samstag ein Feuerwehrmann bei Aufräumarbeiten in Luzern schwer – nähere Angaben liegen nicht vor.

Surfbrette trieb im Zugersee
In Zug war ein wagemutiger Surfer in Seenot geraten. «Gegen 13.10 Uhr entdeckten wir am Hafen in Zug ein herrenloses Surfbrett mit Segel», berichtet Pikettoffizier Benny Elsener von der Freiwilligen Feuerwehr Zug (FFZ). Vom dazugehörigen Surfer fehlte jedoch jede Spur. Zunächst suchten die Feuerwehrleute mit dem Boot auf dem See nach dem Vermissten – ohne Erfolg. Im Brüggli, dort wo die Surfer gewöhnlich in den Zugersee stechen, wurde Benny Elsener schliesslich fündig. Der junge Mann habe einen etwas verängstigten Eindruck gemacht, sei ansonsten aber wohlauf gewesen.

Durch den Einsturz eines Baugerüsts an der Industriestrasse im zugerischen Rotkreuz entstand zudem gemäss «20 Minuten» Sachschaden von mehreren tausend Franken – Personen kamen dabei keine zu Schaden.

Weitere Schäden seien in den Kantonen Zug und Luzern nicht gemeldet worden. Insgesamt wurden in der Schweiz drei Personen verletzt. In Europa forderete «Emma» mindestens 14 Tote. Mehrere 10'000 Haushalte waren in Österreich ohne Strom.

wh/scd/sda/ap