Otto Ineichen plant 100 Discount-Krippen

Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen findet: Kinderkrippen sind zu teuer. Jetzt geht er in die Offensive.

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Otto Ineichen will Anfang April in Beromünster die erste Billig-Kinderkrippe lancieren. Im Bild: Alessia (hinten links), Samuel, Ali (vorne) und Otto Ineichen. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Otto Ineichen will Anfang April in Beromünster die erste Billig-Kinderkrippe lancieren. Im Bild: Alessia (hinten links), Samuel, Ali (vorne) und Otto Ineichen. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Im April soll in Beromünster der Startschuss erfolgen: Dann wird die erste günstige Kinderkrippe ihren Betrieb aufnehmen. Schweizweit sollen bis zu 100 weitere folgen. Initiant ist der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen. Viele Eltern seien heute nicht im Stande, die gängigen Preise für Kinderkrippen zu bezahlen. 20 bis 30 Prozent billiger solle das neue Angebot sein, kündigt Ineichen an. Die Federführung dieses Projekts hat die von ihm initiierte Stiftung Speranza. Dabei kann Ineichen allerdings nicht beim Personal Einsparungen machen. Denn sein ursprünglicher Plan, vermehrt auf Praktikantinnen anstatt auf Fachpersonal zu zählen, sorgte für Aufruhr und Widerstand. Darauf hat Ineichen nun reagiert. Nun soll die Wirtschaft das Projekt mitfinanzieren. Schliesslich profitiere diese, wenn Frauen nach einer Mutterschaftspause ins Berufsleben zurückkehren würden.

Verband ist involviert

Der Verband Kindertagesstätten der Schweiz (Kitas) ist mit dem neuen Konzept zufrieden. «Wir haben uns über die Richtungsänderung sehr gefreut», sagt Kitas-Geschäftsleiterin Talin Stoffel. Sie weist darauf hin, dass man in der Kinderbetreuung keine Abstriche bei der Qualität machen dürfe. Die Aufgabe von Kinderkrippen habe sich gewandelt. Krippen hätten nicht mehr nur reine Hütefunktion, sondern würden zunehmend auch erzieherischen Einfluss nehmen. Die Stiftung Speranza will deshalb gemeinsam mit Kitas ein Weiterbildungsangebot für Kinderkrippen-Mitarbeiterinnen entwickeln.

Stephan Santschi und Karin Winistörfer

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