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Luzern: Otto's will OVS-Filialen übernehmen

Die Modekette OVS kann ihr Schweizer Geschäft nicht profitabel betreiben – und hat deshalb am Dienstag allen Mitarbeitern gekündigt. Das ruft all jene auf den Plan, die ein Interesse an den 130 OVS-Standorten haben – darunter auch der Restposten-Händler Otto's mit Hauptsitz in Sursee, wie «20 Minuten» schreibt.
Raphael Zemp
Firmengebäude von Otto's dem Littauer Boden. (Bild: Pius Amrein, 28. Februar 2009)

Firmengebäude von Otto's dem Littauer Boden. (Bild: Pius Amrein, 28. Februar 2009)

Am Dienstag hat die Führung des OVS-Modehauses allen 1200 Mitarbeitern gekündigt. Die Begründung: das Schweizer Geschäft könne in der bisherigen Form nicht profitabel betrieben werden. Das hat das Interesse der Konkurrenz am 140 Läden starke Filialnetz der Modekette geweckt.

«Die Verhandlungen laufen schon seit einigen Wochen.»

Angela Schnyder, Sprecherin Otto's

Unter ihnen reiht sich auch der Restposten-Händler Otto's ein. Die Verhandlungen würden schon seit einigen Wochen laufen, bestätigt Otto's-Sprecherin Angela Schnyder gegenüber «20 Minuten». Mit meist gut frequentierten OVS-Standorten könnte Otto's sein bisher 100 Läden starkes Filialnetz ausbauen.

Otto's übt sich in Zurückhaltung

«Otto's ist natürlich bestrebt, sein Filialnetz auszubauen, dies jedoch nur, wenn wir auch die geeigneten Standorte finden», sagt Schnyder. Was genau «geeignet» heisst, kommentiert man bei Otto's dabei ebenso wenig wie die Höhe des geplanten finanziellen Engagements.

«Unsere Einkaufsabteilung überprüft bereits ein Restposten-Angebot von OVS.»

Angela Schnyder, Sprecherin Otto's

Schnyder bestätigt hingegen, dass OVS Otto's ein Restposten-Angebot unterbreitet hat. «Unsere Einkaufsabteilung überprüft dieses bereits.» Dabei verrät Schnyder weder die Grösse, noch den Preis des Restposten.

Chicorée hat bereits zwei Standorte übernommen

Interesse bekundet daneben laut «20 Minuten» auch Aldi Suisse. Der Discounter will sein Filialnetz von aktuell 191 auf 200 ausbauen – vor allem auch mit Geschäften in Stadtzentren.

Einen Schritt weiter ist der OVS-Modekonkurrent Chicorée: Dieser hat nach Angaben von «20 Minuten» bereits zwei Standorte mit gesamthaft 15 Mitarbeitern übernommen. Zudem sollen Mietverträge für fünf weitere Standorte in den kommenden Wochen unterschrieben werden. Standorte wie auch Mitarbeiter hat auch C&A übernommen.

Nebst diesen Firmen interessieren sich auch noch weitere entweder für OVS-Standorte oder fürs Gesamtpaket Filiale samt Mitarbeitern. Namen nennt Edwin van der Geest, Pressesprecher von Sempione Fashion, indes keine. Die Geschäftsleitung prüfe gegenwärtig «sehr viele Optionen», um die bestmögliche Lösung für Gläubiger wie auch Mitarbeiter zu finden. Wesentliche Entscheide seien indes noch keine getroffen worden.

Vorläufig wird also weiter verhandelt – und verkauft. Van der Geest: «Bis Ende Woche werden zwar 47 OVS-Filialen geschlossen sein. In den anderen gut 90 Läden aber dauert der Liquidationsverkauf an, mindestens noch zwei bis vier Wochen.»

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