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Paare wollen für die Flitterwochen etwas Besonderes – und buchen meist das Gleiche

Am Wochenende findet in der Messe Luzern die alljährliche Hochzeitsmesse statt. Die meisten frisch Vermählten bevorzugen Luxus am Traumstrand: Mauritius, Seychellen, Malediven. Oft sind aber auch Kreuzfahrten für die Hochzeitsreise gefragt, sagt ein Experte.
Beatrice Vogel
Die Flitterwochen verbringen frisch Vermählte gerne am Strand. (Symbolbild: Getty)

Die Flitterwochen verbringen frisch Vermählte gerne am Strand. (Symbolbild: Getty)

Planen Sie Ihre Hochzeit? Dann dürften Sie auch schon an die Flitterwochen gedacht haben. Die meisten Paare wollen nämlich möglichst bald nach der Vermählung in Richtung Traumstrand abdüsen – in der Regel innerhalb eines Monats nach dem Hochzeitsdatum.

Das sagt zumindest Marcel Heggli. Als Reisespezialist und Geschäftsführer von Heggli Reisen in Kriens und Emmenbrücke muss er es wissen. Marcel Heggli weiss auch, wo es Paare für die Flitterwochen am häufigsten hinzieht:

«Mauritius, Seychellen und Malediven sind nach wie vor die beliebtesten Destinationen.»

Dies bestätigt Gerardo Ricigliano, Geschäftsführer der ITM Travel AG in Luzern, Ebikon und Willisau. «Die Reiseziele im Indischen Ozean werden am häufigsten gebucht», sagt er. Direkt danach folgen Thailand und andere Destinationen in Südostasien.

Die Braut zahlt nur die Hälfte

Insbesondere Mauritius ist spezialisiert auf «Honeymooner». So manches luxuriöses Hotel bietet 50 Prozent Rabatt für die Braut, wenn die Reise innerhalb eines Jahres nach der Hochzeit stattfindet. Auch sonst gibt es in vielen Hotels besondere Annehmlichkeiten für Brautpaare – diese reichen vom inbegriffenen Champagner und Fruchtkorb übers «Candle-Light-Dinner» und Strandtaschen bis hin zu Massagen und Kochkursen.

Die meisten Brautpaare geben laut Heggli für ihre Flitterwochen zwischen 7000 und 15'000 Franken aus (für rund zehn Tage). «Aber es gibt natürlich auch jene ab 20'000 Franken aufwärts». Dabei gebe es zwei Kategorien von Paaren: Die einen wollen Extravaganz, egal was es kostet, die anderen müssen mehr aufs Geld schauen und greifen gern auf Spezialangebote zurück. «Grundsätzlich ist allen wichtig, dass es ein besonderes Erlebnis ist – nicht einfach normale Ferien», so Heggli. Das könne je nach Budget auch Wellness im Tessin oder Strandferien in Sardinien sein.

«Nicht alle wollen Badeferien machen», sagt Gerardo Ricigliano. Auch Safaris in Afrika seien beliebt oder nordische Länder wie Kanada oder Skandinavien, insbesondere bei Paaren, die Natur und Aktivität schätzen. «Wichtig ist bei den Flitterwochen ein reibungsloser Ablauf, und – je nach Budget – ein gewisser Luxus.» Nach Riciglianos Erfahrung geben Paare im Schnitt zwischen 5000 und 12'000 Franken dafür aus.

Exotik und Wellness sind gefragt

In den letzten zehn Jahren hat sich der Trend dahingehend entwickelt, dass die Leute gerne weit weg fliegen. «Mehr als die Hälfte bucht Übersee», so Ricigliano, «Europareisen kann man auch noch im Alter machen». Kurztrips seien kaum gefragt als Hochzeitsreise. Mindestens eine Woche müsse es sein, die meisten buchen zehn Tage oder mehr.

Laut Marcel Heggli gehören Exotik und Wellness mittlerweile zu den Standardansprüchen. Immer öfter würden sich Paare auch für Kreuzfahrten entscheiden: «Etwas, das wir vor zehn Jahren nicht für die Flitterwochen vorgeschlagen hätten.»

Das hänge wohl damit zusammen, dass diese Schiffe moderner und luxuriöser geworden seien. Hier hat man die Wahl zwischen romantischen Segelschifffahrten und grossen Dampfern mit vielfältigem Unterhaltungsprogramm.

Diesbezüglich ist Gerardo Ricigliano ein wenig anderer Meinung. Seiner Erfahrung nach haben Kreuzfahrten aktuell keinen besonders guten Ruf, aus ökologischen Gründen und wegen des Massentourismus. «Vor sechs, sieben Jahren waren Kreuzfahrten mehr gefragt», auch wenn sie nach wie vor gebucht würden. Gar nicht mehr beliebt seien Reisen in nordafrikanische Länder.

Experten verraten Geheimtipps

Und was sind die Geheimtipp der Experten? «Ich empfehle Island mit seinen Thermalquellen, den spektakulären Vulkanen und Geysiren, rauschenden Wasserfällen und der einzigartigen Natur», schwärmt Marcel Heggli. Dort könne man weite Strecken in Zweisamkeit verbringen, «und die Isländer laden frisch Vermählten sicher gern auf einen Schnaps ein», meint er schmunzelnd.

Gerardo Riciglianos Geheimtipp ist nicht eine Destination, sondern eine Unterkunft: «Auf den Seychellen gibt es sehr schöne, gemütliche Gasthäuser zu erschwinglichen Preisen.» Diese liegen meist direkt an traumhaften Stränden und legen grossen Wert auf Ökologie – «für Paare mit Sinn für Nachhaltigkeit sind sie eine sympathische und persönlichere Alternative zu den Luxushotels.»

Übrigens: Auch die Hochzeit wird immer öfter ins Ausland verlegt. Nebst dem Klassiker Las Vegas ist Norditalien beliebt. Bei Heggli gibt es etwa ein umfassendes Paket für eine Hochzeit mit 60 Gästen in der Toscana für 39'000 Franken – Übernachtungen, Essen, Dekoration, Frisur und Pfarrer inklusive.

Hochzeits- und Babymesse in Luzern

Die Hochzeitsmesse findet zusammen mit der Babyworld am 19. und 20. Januar in der Messe Luzern statt. Neben Heggli Reisen und ITM Travel sind rund 80 Aussteller – von Brautmode-Ausstatter über Fotografen bis Caterer – vor Ort. Zudem gibt es mehrere Modeschauen sowie eine gratis Kinderkrippe. An der Babyworld sind rund 30 Aussteller vertreten. Öffnungszeiten: Samstag, 10 bis 18 Uhr; Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 16 Franken (Hochzeitsmesse), 5 Franken (Babyworld).

Weitere Informationen:
www.hochzeitsmesseluzern.ch; www.babyworld-luzern.ch

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