Pandemie
Luzerner Betriebe können ihre Mitarbeiter nun im Kollektiv ins Impfzentrum bringen

Die Zahl der Impfungen nimmt auch im Kanton Luzern ab. Für Betriebe schafft der Kanton jetzt neue Angebote. Sie sollen ihren Mitarbeitern die Impfung schmackhaft machen.

Dominik Weingartner
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Der Impfmotor kommt auch im Kanton Luzern ins Stottern. Die Zahl der wöchentlichen Impfungen sinkt. Vergangene Woche wurden 14'538 Personen geimpft. In der Woche davor waren es noch 20'365 Impfungen. Das geht aus den offiziellen Impfstatistiken des Kantons hervor.

Der Rückgang hat Auswirkungen auf den Betrieb der Impfzentren. Die Öffnungszeiten wurden zuletzt wiederholt angepasst. Vergangenen Sonntag waren die beiden Impfzentren in Luzern und Willisau geschlossen. In Willisau wird in dieser Woche gar nur montags und samstags geimpft.

Separates Zeitfenster im Impfzentrum

Angesichts des abflachenden Ansturms auf die Corona-Impfung ist es daher kaum verwunderlich, dass der Kanton versucht, mit neuen Angeboten mehr Personen zu einer Impfung zu bewegen. Am Montag hat er «zusätzliche Möglichkeiten für betriebliches Impfen» vorgestellt.

«Wie bisher können und sollen Betriebe ihre Mitarbeitenden dazu motivieren und sie dabei unterstützen, sich individuell in den bestehenden Impfangeboten (Impfzentrum, Spital, Arztpraxis oder Apotheke) impfen zu lassen», heisst es in der entsprechenden Mitteilung. Diese Möglichkeit eigne sich vor allem für Kleinbetriebe mit weniger als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Grössere Betriebe haben weitergehende Optionen. Für Betriebe mit 20 bis 100 impfwilligen Angestellten besteht nun die Möglichkeit des «koordinierten Impfens». Für diese sollen spezielle Zeitfenster in den Impfzentren bereitgestellt werden. «Das koordinierte Impfen ist in beiden kantonalen Impfzentren in Luzern und in Willisau möglich», sagt Kantonsapotheker Stephan Luterbacher auf Anfrage. Für dieses Angebot seien die Öffnungszeiten der Impfzentren nicht relevant. «Die Termine für die erste und die zweite Impfung werden in gegenseitiger Absprache festgelegt und können auch ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten der Impfzentren liegen», sagt Luterbacher.

Erfolgreiches Pilotprojekt

Betriebe mit mehr als 60 impfbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten das Angebot, sich in den eigenen Räumlichkeiten impfen zu lassen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit einer öffentlichen Apotheke oder einem Arzt. Das entspricht dem Modell, das bei den Pilotversuchen in der Baufirma Anliker und der CPH-Gruppe in Perlen durchgeführt worden ist. Laut Luterbacher war der Start ein Erfolg: «Das Pilotprojekt zum betrieblichen Impfen ist sehr positiv verlaufen.» Die Zusammenarbeit habe sehr gut funktioniert. «Insgesamt wurden in beiden Betrieben zusammen 549 Personen ein erstes Mal geimpft. Die Zweitimpfungen erfolgen in beiden Betrieben in dieser Woche.»

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