PARAPLEGIKER-STIFTUNG: Stiftungsräte legen Rekurs ein

Die Stiftungsaufsicht hat drei Mitglieder des Stiftungsrates der Paraplegiker-Stiftung abberufen. Die Betroffenen wollen das nicht auf sich sitzen lassen.

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Bruno Frick, Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, konnte seinen Führungsanspruch erfolgreich verteidigen. (Bild Keystone)

Bruno Frick, Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, konnte seinen Führungsanspruch erfolgreich verteidigen. (Bild Keystone)

Seit der Schwyzer CVP-Ständerat Bruno Frick das Präsidium der Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Nottwil übernommen hat, folgte ein Konflikt dem anderen. Nach langem Hin und Her hat die Eidgenössische Stiftungsaufsicht nun entschieden: Von den fünf Stiftungsräten, die sich für die Absetzung von Frick stark gemacht haben, müssen drei ihren Sessel räumen. Es handelt sich dabei um Marco Celio, Silvia Buscher und Beat Ineichen. Zwei weitere Stiftungsräte, nämlich Daniel Joggi und Heinz Frei, dürfen mit dem Einverständnis von Bruno Frick und mit dem Segen der Stiftungsaufsicht im Stiftungsrat bleiben.

Vors Bundesverwaltungsgericht
Allerdings sind alle fünf involvierten Stiftungsräte mit dem Entscheid der Aufsicht unzufrieden. Darum werden sie die Verfügung vor dem Bundesverwaltungsgericht anfechten, wie Stiftungsrat Daniel Joggi gestern Abend unserer Zeitung erklärte. Weiter wird das Vorgehen der Stiftungsaufsicht bemängelt, da offenbar einige der Stiftungsräte nicht persönlich über den Entscheid informiert wurden und aus den Medien von ihrer Abberufung erfahren mussten.

Ihren Sessel müssen die drei Abberufenen aber so oder so räumen, denn dem Entscheid der Stiftungsaufsicht wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Ihren Entscheid für die Absetzung der drei Mitglieder begründet die Aufsicht unter anderem damit, dass eine weitere Zusammenarbeit mit ihnen nicht mehr zugemutet werden könne.

Gute Arbeit leisten
Im Interview mit unserer Zeitung zeigt sich Bruno Frick erfreut über den Entscheid der Aufsicht. «Die Belastung für die Mitarbeiter der Paraplegiker-Gruppe und den Stiftungsrat ist jetzt vorbei», so Frick. Man könne nun endlich wieder gute Arbeit leisten.

Noch sechs Personen
Mit dem Abgang von drei Personen verbleiben noch sechs Mitglieder im Stiftungsrat. Ob und mit wem die Vakanzen ersetzt werden sollen, wollte Frick gestern nicht sagen. «Es gibt Ideen, aber die sind noch nicht so konkret, dass ich darüber reden möchte», so Frick.

sg

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.