PARAPLEGIKER-STIFTUNG: Stiftungsräte streiten auch um ihr Geld

Vor dem drohenden Machtwort legen Stiftungsräte der Paraplegiker-Stiftung Minen aus. Neuster Punkt: die Sitzungsgelder.

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Da strahlten noch beide zusammen in die Kamera: Guido A. Zäch (rechts) und sein Nachfolger Bruno Frick. (Bild Keystone/Paraplegiker-Stiftung)

Da strahlten noch beide zusammen in die Kamera: Guido A. Zäch (rechts) und sein Nachfolger Bruno Frick. (Bild Keystone/Paraplegiker-Stiftung)

Im Machtkampf um die Schweizer Paraplegiker-Stiftung finden die Stiftungsräte immer neue Gründe für gegenseitige Vorwürfe. Denn es wird erwartet, dass die Eidgenössische Stiftungsaufsicht in den nächsten Tagen einige Stiftungsräte von ihrem Amt entheben wird.

Frick erhält 2400 Franken pro Tag
Ob die jüngsten Indiskretionen von Seiten des umstrittenen Präsidenten Bruno Frick oder aus den Reihen seiner fünf Widersacher Silvia Buscher, Heinz Frei, Daniel Joggi, Marco Celio oder Beat Ineichen kam, lässt sich nicht sagen. Auf jeden Fall hat die «SonntagsZeitung» Angaben über die Entlöhnung der Stiftungsräte erhalten. Präsident Bruno Frick erhält demnach für einen Tag Arbeit 2400 Franken. Davon blieben laut Frick netto 960 Franken pro Tag übrig – was einem Jahressalär von weit über 200'000 Franken entspricht.

Zusatzmandate schenken ein
Die anderen Stiftungsratsmitglieder erhalten eine Tagespauschale von 1000 Franken pro Sitzung. Weil die fünf Widersacher Fricks aber auch noch weitere Mandate in den Organisationen der Paraplegiker-Gruppe innehaben, verdienen sie zusätzliche 500 Franken pro Sitzung als Verwaltungsrat beziehungsweise 1000 Franken als Verwaltungsratspräsident. Stiftungsrätin Silvia Buscher etwa soll 234'840 Franken erhalten haben für ihre Arbeit im Jahr 1999.

Offenbar hat Frick in ein Wespennest gestochen, als er sich im Januar nach diesen Bezügen erkundigte: Dabei eskalierte der Streit zwischen Rollstuhlsportler und Stiftungsrat Heinz Frei und Präsident Bruno Frick.

Fabian Fellmann/Neue LZ