PARAPLEGIKER-VEREINIGUNG: Joggi übergibt Präsidium an Betl

Daniel Joggi tritt als Präsident der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) zurück. Sein Nachfolger Christian Betl wurde an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung einstimmig gewählt.

Drucken
Teilen
Daniel Joggi und Bruno Frick. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Daniel Joggi und Bruno Frick. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Joggi tritt zurück da er zum Nachfolger von Bruno Frick als Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) gewählt wurde, wie die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) mitteilte.

Langjähriger Tetraplegiker
Daniel Joggi habe in den vergangenen neun Jahren die Geschicke der SPV als Präsident entscheidend mitgeprägt und deren Anliegen in der SPS vertreten. Als langjähriger Tetraplegiker kenne er die Herausforderungen und Bedürfnisse der Querschnittgelähmten aus eigener Erfahrung. Die Delegierten der SPV begrüssen daher ausserordentlich, dass nach 35 Jahren mit Daniel Joggi eine querschnittgelähmte Person das Präsidium der SPS übernimmt.

Kein neues Gesicht am Ruder der SPV
Um keine Ämter zu kumulieren und unabhängige Entscheidungen treffen zu können, hat Daniel Joggi sein Amt an der Spitze der SPV abgegeben. Als Nachfolger ernannten die Delegierten den Paraplegiker Christian Betl aus Steinach (SG). Dieser ist seit 2003 im Zentralvorstand und kennt die Herausforderungen des hohen Amtes bestens. «Ich freue mich, noch aktiver für die volle Integration der Querschnittgelähmten in Gesellschaft, Beruf und Alltag wirken zu können und danke den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen», manifestierte er nach seiner Wahl.

Vertrauensvorschuss für Daniel Joggi
Die Delegierten bekundeten Daniel Joggi am Samstag mehrfach ihr Vertrauen. Er kann in seiner neuen Funktion als Präsident der SPS auf die volle und uneingeschränkte Unterstützung der SPV, ihrer 27 Rollstuhlclubs und 10?000 Mitglieder zählen. Diese Unterstützung der Querschnittgelähmten geniesst auch Heinz Frei, der Bruno Frick vor kurzem öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Es ist für die Delegierten wichtig, dass die Betroffenen gut im Stiftungsrat vertreten sind. Sie fordern daher, dass mindestens zwei weitere sozial- und fachkompetente Querschnittgelähmte in den Rat aufgenommen werden.

Vertrag zwischen SPV und SPS in Aussicht
Die Delegierten der SPV verabschiedeten am Samstag auch den gemeinsam mit der SPS ausgearbeiteten strategischen Zusammenarbeitsvertrag und erwarten nun dessen Genehmigung durch den Stiftungsrat an der Sitzung vom 22. November 2009. Damit würde das Verhältnis zur SPS für die kommenden sechs Jahre geregelt. 

ig