Regierungsrat will Park-and-ride-Anlage bei der Luzerner Reussportbrücke prüfen

Im Rahmen des kantonalen Verkehrsprojekts könnte auch eine Park-and-ride-Anlage entstehen. Die Kantonsregierung ist bereit, ein SVP-Postulat für erheblich zu erklären.

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Im Gebiet Fluhmühle könnte die Reussportbrücke entstehen.

Im Gebiet Fluhmühle könnte die Reussportbrücke entstehen.

Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 2. Juni 2020)

(stp) Der Luzerner Regierungsrat hat zu einem SVP-Postulat für die Prüfung einer Park-and-ride-Anlage im Gebiet der neu geplanten Reussportbrücke in der Stadt Luzern Stellung genommen. So hat er entschieden, den Vorstoss als erheblich zu erklären. Dies geht aus der entsprechenden Stellungnahme hervor.

Mit derartigen multimodalen Drehscheiben und Umsteigepunkten, zu denen neben Park-and-ride-Anlagen auch Bushubs oder Bahnhöfe gehörten, könne ein einfaches und effizientes Umsteigen ermöglicht werden, heisst es in der Stellungnahme. So könnten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer leicht vom Auto zum öffentlichen Verkehr oder zum Fuss- oder Veloverkehr wechseln.

Entlastung der Stadt möglich

Der Regierungsrat betont, dass solche Umsteigepunkte dazu beitragen werden, urbane Gebiete vom Autoverkehr zu entlasten. Auch Parkhäuser oder Autobahnanschlüsse zieht die Exekutive für eine Reduktion der Verkehrsbelastung in Betracht. Im Rahmen der Erarbeitung einer neuen Mobilitätsstrategie befasse sich der Kanton ohnehin mit solchen Fragestellungen. So sollen bisherige Instrumente «überprüft und besser aufeinander abgestimmt» werden, geht aus der Stellungnahme hervor.

Multimodale Drehscheiben und somit Park-and-ride-Anlagen thematisieren die Verantwortlichen in der ersten Phase ebenfalls. Sollte sich zeigen, dass sich eine Inbetriebnahme der Reussportbrücke als sinnvoll und nachhaltig erweist, könnte also auch eine entsprechende Anlage zum Thema werden. Allerdings ist die Reussportbrücke an sich sehr umstritten. Die Stadt Luzern etwa lehnt das Projekt, das als Nachfolger der Spange Nord gilt, ab.

So könnte die Reussportbrücke aussehen.

So könnte die Reussportbrücke aussehen.

Visualisierung: PD
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