Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PARKHAUS-DEBATTE: Ideen aus der Bevölkerung: Gondelbahn wäre «zehnmal günstiger»

Der Verein gegen das Parkhaus Musegg hat die Bevölkerung um Ideen zur Lösung der Luzerner Verkehrsprobleme gebeten. Eine breite Palette an Vorschlägen liegt nun vor – nicht alle sind zu Ende gedacht.
Hugo Bischof
Die Museggmauer in der Stadt Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Die Museggmauer in der Stadt Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Der «Verein gegen das Parkhaus Musegg und für sinnvolle Lösungen» hat am Montag im Stadthaus ein Dossier mit rund 20 Lösungsansätzen für die Verkehrsprobleme in der Stadt Luzern eingereicht. Es handelt sich dabei um Vorschläge aus der Bevölkerung. «Einige sind nur angedacht, andere schon weiter gesponnen und keiner endgültig ausformuliert», sagt Vereinspräsident Andreas Stäuble. Doch: «Die Bevölkerung muss mitreden können.» Experten sollen die Ideen nun prüfen.

Ein durchgehendes Thema ist, dass ein grosser Teil des Verkehrs an der Peripherie abgefangen werden soll. Von dort sollen die Personen mit Shuttlesystemen in die Innenstadt gefahren werden. Wir stellen einige Vorschläge vor.

«Park and Ride» Allmend

Joseph Kronenberg (Luzern) schlägt eine «Park and Ride»-Anlage auf der Allmend vor – mit Anschluss an den ÖV. Der Zentralbahnanschluss müsste im 7-Minuten-Takt angefahren werden und zu Fuss vom Parkhaus leicht erreichbar sein. Eine unterirdische Parkanlage unter der Allmend schlägt Werner Setz (Emmenbrücke) vor. Seine zusätzliche Vision ist, dass die Pilatusbahn-Talstation in das Gebiet des Pilatusmarktes verlegt und von dort als Stadtgondelbahn weitergeführt wird.

Auch Edwin Felber (Luzern) sieht ein unterirdisches Parkhaus auf der Allmend als Lösung. Die Alternative wäre ein Parkhaus neben der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage Ibach. Von dort könnte der Anschluss in die Innenstadt etwa mit Elektrobussen erfolgen.

Gar kein Parkhaus

Es brauche gar kein zusätzliches Parkhaus, sagt Andreas Stäuble (Luzern), Präsident des Vereins gegen das Parkhaus Musegg. Auf der Allmend gebe es entlang der Horwerstrasse stadtauswärts, zwischen den Kreiseln Allmend und Waldegg, genügend temporäre Autoparkplätze. «Diese könnten ohne grossen Aufwand sofort als Carparking genutzt werden.»

Gondelbahn

Edi von Deschwanden (Luzern) schlägt ein Parkhaus im Ibach vor. Die Erschliessung ins Zentrum würde mit einer Gondelbahn erfolgen: «Eine Gondelbahn wäre etwa zehnmal günstiger als eine Metro. Stellen Sie sich den Hype vor, mit einer Fahrt über Friedental und Museggmauer, mit Blick auf See und Berge.» Zusätzlich bräuchte es eine Zugverbindung Emmenbrücke–Ebikon via Rotsee. Auch weitere Ideengeber plädieren für eine Gondelbahn.

Parkhaus Lochhof

Hanspeter Konrad plädiert für ein Parkhaus im Lochhof unterhalb des Friedentals vis-à-vis Reussbühl. Ein Pendelzug würde die Passagiere in einem Tunnel zur Station Unter der Egg und mit einem Lift seitlich der Rathaustreppe zum Rathausplatz mitten in die Altstadt transportieren.

Ausbaubares Metro-Netz

Walter Albrecht (Luzern) schlägt ein ganzes Metro-Netz vor, ausgehend von einem Parkhaus Ibach mit Anschluss an die bestehenden Autobahnein- und -ausfahrten. Von dort würde eine automatisierte Metro im 6-Minutentakt fahren. Haltestellen: Kantonsspital, Grendel/Schwanenplatz und/oder Bahnhof/Zentralstrasse. Spätere könnte diese Metro erweitert werden, Richtung Norden nach Emmenbrücke und Rothenburg sowie Richtung Süden nach Tribschen/Matthof/Hirtenhof. Auch die Achse Obernau–Kriens-Zentrum Luzern-Maihof–Ebikon könnte schliesslich so erschlossen werden.

U-Bahn mit Parking

Jim Binnenkade (Luzern) schlägt eine ringförmige U-Bahn mit acht Haltestellen vor: Bahnhof, Paulusplatz, Kupferhammer, Bellpark, Obernau, Littau-Dorf, Reussbühl, Seetalplatz. Dazu kämen Parkierungsanlagen für Autos und Cars an den Einfallstoren zur Stadt: Emmenbrücke, Ibach und Allmend. Das bereits von Privaten lancierte Metro-Projekt (unterirdische Metro vom Parkhaus Ibach zum Schwanenplatz) wäre die ideale Ergänzung. Für die U-Bahn rechnet Bennekade, grob geschätzt, mit Kosten von rund 1,2 Milliarden Franken.

Flughafen-Laufband

Bruno Rinderknechts (Luzern) Vorschlag ist an das bekannte Metro-Projekt angelehnt. Von einem Parkhaus im Ibach würden die Personen in einem Tunnel auf einem Laufband wie im Flughafen zum Schwanenplatz geführt.

Über den Gleisen

Marie-Louise Hartmann (Malters) plädiert hingegen für ein Parkhaus über den Güterbahnhof-Gleisen im Bereich Rösslimatt. Ein Vorteil wäre der kurze Weg vom Bahnhof zum Car-Einsteigeort.

Roadpricing

Alex Willeners (Luzern) Vorschlag ist das Erheben von Gebühren für die Benutzung der Strassen (Road Pricing). Beispielstädte sind für ihn Bergen, London und Stockholm. Mit dem so eingenommen Geld könne der öffentliche Verkehr ausgebaut werden.

Hinweis

Weitere Informationen über den Verein auf: www.gegendasparkhausmusegg.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.