PARKHAUS MUSEGG: «Unehrlich»

Chefredaktor Jérôme Martinu über die zurückgehaltene Studie des Luzerner Stadtrates.

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Jérôme Martinu

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SP, Grüne und GLP haben Mitte Dezember 2016 das Parkhausprojekt Musegg im Luzerner Stadtparlament versenkt. Dies, obwohl kaum relevante Fakten vorhanden waren. Der Stadtrat hatte sich nur halbherzig dagegen gewehrt. Jetzt ist klar, warum: Er wollte es genau so haben.
Die Studie zum Carverkehr lag nämlich schon im September vor. Eine der Hauptaussagen passte dem Stadtrat aber offensichtlich ganz und gar nicht:

Das Musegg-Parkhaus ist langfristig die einzig taugliche Lösung für das Carchaos in der Innenstadt. Hätten die Parteien diese Fakten gekannt, die Debatte vom 15. Dezember wäre ganz anders verlaufen.

Die nun vom Stadtrat nachgereichten Erklärungen für das Zurückhalten von öffentlichkeitsrelevanten Fakten sind Ausreden, als ob bei wichtigen Projekten noch nie Teilresultate kommuniziert worden wären. Der Stadtrat hat dem Parlament bewusst keinen reinen Wein eingeschenkt. Das ist unehrlich und eine Zumutung.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

jerome.martinu@luzernerzeitung.ch